„Teilhabe ist kein Luxus“: BSK e.V. zieht „rote Linie“ gegen Barrieren in Schleswig-Holstein
Unter dem zentralen Motto „Teilhabe ist kein Luxus – Stimmen gegen Barrieren“ setzt die BSK-Landesvertretung Schleswig-Holstein am Mittwoch, den 7. Mai, ein kraftvolles Zeichen.
Inklusion beginnt dort, wo Barrieren enden - doch der Weg zu politischer Teilhabe ist oft noch mit Hürden gepflastert. Ob es das historische Kopfsteinpflaster ist, das Rollstühle ausbremst, oder die Suche nach dem barrierefreien Seiteneingang an öffentlichen Gebäuden: Teilhabe muss für alle Menschen ohne Umwege möglich sein. Unter dem zentralen Motto „Teilhabe ist kein Luxus – Stimmen gegen Barrieren“ setzt die BSK-Landesvertretung Schleswig-Holstein am
Mittwoch, den 7. Mai,
ein kraftvolles Zeichen. Gemeinsam mit den Sozialhelden e.V. Lübeck lädt der Verband
von 15 bis 18 Uhr
zu einer großen Aktionsplattform direkt auf dem Marktplatz am Rathaus ein.
Die rote Linie: Sichtbar machen, was oft übersehen wird Zentrales Element der Aktion ist eine symbolische rote Linie, die auf dem Pflaster vor dem Rathaus gezogen wird. Sie markiert eine deutliche Grenze und verdeutlicht, wo Barrieren im Alltag – ob baulich, strukturell oder in den Köpfen – zur Hürde werden. „Barrierefreiheit wird oft mitgedacht, scheitert aber im Alltag an Details. Die rote Linie macht ganz konkret sichtbar: Hier endet die Selbstverständlichkeit für viele Menschen“, erklärt Martina Scheel, stellvertretende Vorsitzende der BSK-Landesvertretung Schleswig-Holstein.
Meinungswand: Bürger fordern barrierefreie Lösungen: an einer mobilen „Meinungswand“ können Passant*innen ihre persönlichen Erfahrungen mit Barrieren sowie ihre Erwartungen an die Politik auf Aktionskarten festhalten. Jede Stimme wird dokumentiert, um sie später gegenüber den politischen Entscheidungsträgern sowie über die Medien des Bundesverbands Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) e.V. zu präsentieren. Martina Scheel, die sich bereits in regionalen Sport- und Kulturprojekten für Zugänglichkeit stark macht, betont: „Inklusion gelingt nur durch den kontinuierlichen Dialog. Ein barrierefreies Schleswig-Holstein ist die Voraussetzung für eine gerechte Gesellschaft.“
Dass die Aktion in diesem Jahr als Zusammenschluss mehrerer Angebote und in Kooperation mit den Sozialelchen e.V. Lübeck stattfindet, unterstreicht die Dringlichkeit. Der Standort am Rathaus wurde bewusst gewählt, um die Lebensrealität von Menschen mit Behinderung in das Zentrum der Stadt zu rücken. Die Teilnehmenden erhalten vor Ort zudem Informationen und Werkzeuge, um Barrieren im eigenen Umfeld zu erkennen und konstruktive Verbesserungen einzufordern.
Die durch die Aktion Mensch geförderte Veranstaltung ist Teil einer bundesweiten Protestwelle zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Alle Bürge*rinnen sind aufgerufen, sich am 7. Mai vor dem Rathaus zu beteiligen und gemeinsam ein unübersehbares Zeichen für echte Gleichstellung zu setzen.


