BSK-Kontaktstelle Bernkastel-Kues
Rote Linie gegen Barrieren: BSK lädt am 6. Mai zum Aktionstag
Unter dem Motto „Teilhabe ist kein Luxus – Stimmen gegen Barrieren“ macht die BSK-Kontaktstelle Bernkastel-Kues in diesem Jahr mobil.
Wenn Teilhabe an der Bordsteinkante oder vor der Tür eines öffentlichen Gebäudes endet, ist das kein technisches Versäumnis, sondern soziale Ausgrenzung. Im Rahmen des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung lädt der BSK am
6. Mai
von 14 bis 18 Uhr
zu einem interaktiven Info- und Mitmachstand vor dem EDEKA-Markt in der Cusanusstraße 5a in Bernkastel-Kues ein.
Zentrales Element der BSK-Aktion: Die rote Linie
Herzstück der Veranstaltung ist eine symbolische rote Linie, die am Boden gezogen wird. Sie markiert eine klare Grenze und macht sichtbar, wo Barrieren im Alltag – ob baulich, strukturell oder in den Köpfen – zur unüberwindbaren Hürde werden. „Wir wollen Diskriminierung dort sichtbar machen, wo sie passiert. Die rote Linie sorgt für die nötige Aufmerksamkeit“, erklärt Birgit Leisch, Leiterin der BSK-Kontaktstelle Bernkastel-Kues. Der Standort vor dem EDEKA-Markt sorgt für hohe Sichtbarkeit und ermöglicht den direkten Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern.
Gemeinsam den Blick für Barrieren schärfen
Mit organisiert und umgesetzt wird die Aktion durch die stv. BSK-Bundesvorsitzende und Leiterin der BSK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz, Anita Reichert-Klemm. Gemeinsam bringen beide ihre langjährige Erfahrung ein, um für das Thema Barrierefreiheit zu sensibilisieren. Vor Ort erhalten Bürgerinnen und Bürger praktische Hinweise, um Hindernisse im Alltag – etwa hohe Bordsteinkanten oder fehlende Rampen – zu erkennen und zu dokumentieren. Ziel ist es, Betroffene und Interessierte zu ermutigen, Barrieren nicht hinzunehmen, sondern aktiv deren Beseitigung einzufordern.
Meinungswand: Bürger fordern barrierefreie Lösungen
An einer mobilen „Meinungswand“ können Passantinnen und Passanten ihre persönlichen Erfahrungen sowie ihre Erwartungen an die Politik festhalten. Ob fehlende Zugänge im Stadtgebiet oder Hindernisse in öffentlichen Einrichtungen – jede Stimme wird dokumentiert und später über die Verbandsmedien des Bundesverbands Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) e.V. sichtbar gemacht. „Inklusion ist ein Prozess, der oft schon durch kleine Veränderungen große Wirkung entfaltet – wenn der Wille zur Veränderung da ist“, betont Birgit Leisch. „Ein barrierefreies Bernkastel-Kues ist keine Wohltat für eine Minderheit, sondern die Voraussetzung für eine gerechte Gesellschaft.“
Gefördert durch die Aktion Mensch
Die durch die Aktion Mensch unterstützte Veranstaltung auf dem Karlsbader Platz verbindet Information, Sensibilisierung und Beteiligung. Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich am 6. Mai zu beteiligen und gemeinsam ein unübersehbares Zeichen für Inklusion und echte Teilhabe in ihrer Region zu setzen.


