Die Stadt setzt dabei auf WCs in Cafés und Restaurants und bewirbt sie als öffentlich, kostenfrei und teils „barrierefrei“. Viele dieser Toiletten sind es in der Praxis jedoch nicht.
Von 24 ausgewiesenen „Netten Toiletten“ sind nur neun als barrierefrei gekennzeichnet. Nach BSK-Prüfungen scheitert deren Nutzung zudem häufig an Stufen, zu engen Räumen oder ungeeigneten Türen. Rollstuhlsymbole und der Begriff „barrierefrei“ führen so zu falschen Erwartungen.
Grundsätzlich kritisiert der BSK in Mönchengladbach, dass die Stadt ihre Verantwortung für öffentliche Toiletten auf private Betriebe verlagert. Öffentliche Toiletten sind jedoch Daseinsvorsorge und Voraussetzung für Teilhabe. Wer keine verlässliche WC-Versorgung findet, wird aus dem öffentlichen Raum ausgeschlossen. Auch die neuen „Öko-Toiletten“ stellen nach Einschätzung des BSK keine überzeugende Alternative dar, da Zustand und Nutzbarkeit erhebliche Mängel aufweisen.
Der BSK lädt daher Betroffene und Interessierte ein, sich zu beteiligen: Mit einem bereitgestellten Prüfblatt können öffentlich zugängliche Toiletten selbst bewertet und die Ergebnisse an den BSK gemeldet werden.
Beide vollständigen Berichte, Prüfblätter und Grafiken sind hier abrufbar.

