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BSK-Bereich Mittelmosel e. V.

Morbach – Fortschritte in der Barrierefreiheit sind sichtbar, aber Handlungsbedarf bleibt

BSK-Vertreterinnen prüfen die Zugänglichkeit öffentlicher Einrichtungen und Wege

E-Rollstuhlfahrende vor einem Straßenübergang
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  • - Aus dem Verband

Wie barrierefrei ist Morbach im Alltag? Dieser Frage gingen BSK-Vorstandsmitglied Anita Reichert-Klemm und Gisela Degen bei einem gemeinsamen Rundgang durch Morbach und den Ortsteil Wederath nach. Dabei stellten sie erfreuliche Verbesserungen fest, machten aber auch auf weiterhin bestehende Barrieren aufmerksam.

Verbesserungen erleichtern den Alltag

Am Ärztehaus gibt es inzwischen einen neuen Fußgängerüberweg mit taktilem Bodenleitsystem, der blinden und sehbehinderten Menschen das sichere Überqueren der Straße erleichtert. Zwei Behindertenparkplätze befinden sich direkt neben der Eingangsrampе. Auch der Zugang zum Gebäude wurde komfortabler gestaltet: Die Eingangstür öffnet und schließt automatisch.

Eine weitere positive Entwicklung zeigt sich am Parkplatz neben der Kirche. Der Zu- und Abgang ist dort mittlerweile barrierefrei und ohne starkes Gefälle möglich. Das erleichtert insbesondere Menschen mit Rollstuhl oder Rollator den Zugang.

Auch im Ortsteil Wederath gibt es Fortschritte: Der Friedhof ist nun ebenerdig zugänglich. Außerdem führt ein neu angelegter, gepflasterter Weg durch die Wiese direkt zur Mariengrotte. Ein herzlicher Dank gilt allen fleißigen Helferinnen und Helfern, die diese Verbesserung ermöglicht haben.

Behindertenparkplätze teilweise zu schmal

Trotz der positiven Entwicklungen besteht weiterhin Handlungsbedarf. Bei der Begehung stellten die beiden Vertreterinnen fest, dass mehrere Behindertenparkplätze in Morbach nicht die erforderlichen Maße gemäß DIN 18040 aufweisen und zu schmal angelegt sind.

Betroffen ist der Parkplatz am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) sowie zwei der drei Behindertenparkplätze an der Kirche. Ausreichend dimensionierte Stellplätze sind jedoch eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sicher ein- und aussteigen und ihren Rollstuhl bei Bedarf neben dem Fahrzeug nutzen können.

Barrierefreiheit konsequent weiterentwickeln

Der Rundgang zeigt, dass Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit vor Ort Wirkung entfalten. Gleichzeitig macht er deutlich, dass auch Details wie die korrekte Breite von Behindertenparkplätzen entscheidend sind, damit öffentliche Einrichtungen und Wege für alle Menschen zugänglich werden.

Der BSK setzt sich dafür ein, bestehende Barrieren sichtbar zu machen und die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Alltag zu fördern. Die festgestellten Fortschritte in Morbach sind ein positives Signal. Die noch vorhandenen Mängel sollten nun ebenfalls in den Blick genommen werden.

E-Rollstuhlfahrende vor einem Straßenübergang
E-Rollstuhlfahrende auf einem barrierefreien Weg
E-Rollstuhlfahrende vor zwei parkenden Autos, die Lücke dazwischen ist zu schmal um seitlich einsteigen zu können