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An verschiedenen Orten der Stadt lud die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Stadtmarketing sowie zahlreichen regionalen Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Mobilitätsverbänden und weiteren Akteuren zum Informieren, Mitmachen und Entdecken ein.
Auch der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V. (BSK) beteiligte sich gemeinsam mit der Selbsthilfegruppe Rollstuhlfahrer Braunschweig mit einem eigenen Infostand an der Europäischen Mobilitätswoche. Am 19. September 2026 auf dem Platz der Deutschen Einheit standen die Themen Inklusion und Barrierefreiheit im Mittelpunkt.
Der Infostand des BSK stieß auf großes Interesse. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über Barrierefreiheit und die alltäglichen Herausforderungen von Menschen mit Behinderungen zu informieren und mit den Vertreterinnen und Vertretern des BSK ins Gespräch zu kommen. Besonders Schülerinnen und Schüler zeigten großes Interesse an den Themen Barrierefreiheit und Altenpflege.
Ein besonderer Schwerpunkt des Angebots lag auf der anschaulichen Darstellung von simulierten Behinderungen. Die Besucherinnen und Besucher konnten dadurch verschiedene Einschränkungen selbst erfahren und sich auf praktische Weise mit den Herausforderungen auseinandersetzen, die Menschen mit Behinderungen oder Mobilitätseinschränkungen im Alltag begegnen. Ergänzt wurde das Angebot durch eine Fühlstraße sowie einen Bilderparcours, bei dem es darum ging, zehn Barrieren in unterschiedlichen Alltagssituationen zu erkennen.
Für einen besonderen Blickfang sorgte Denis Winter mit seinem außergewöhnlichen Strandkorb-Mobil. Der schwerbehinderte Elektroingenieur aus Braunschweig hat aus einem E-Mobil einen fahrbaren Strandkorb gebaut und bezeichnet sich selbst als
„Deutschlands ersten Strandkorb-Tuner“. Das ungewöhnliche Fahrzeug machte anschaulich deutlich, dass individuelle Lösungen Menschen mit Behinderungen mehr Mobilität und Lebensqualität ermöglichen können. Gleichzeitig sorgt Winter damit für Aufmerksamkeit und möchte anderen Menschen Mut machen: Sein Strandkorb-Mobil sei für ihn „Medizin“ und eine Möglichkeit, trotz gesundheitlicher Einschränkungen Lebensfreude und Zuversicht zu bewahren.
Mit seiner Teilnahme machte der BSK auf die Bedeutung einer barrierefreien und inklusiven Mobilität aufmerksam. Die Europäische Mobilitätswoche bot dabei eine gute Gelegenheit, Menschen unterschiedlichen Alters miteinander ins Gespräch zu bringen, praktische Erfahrungen zu ermöglichen und für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren.