Inklusion erlebbar machen – Das Wallmuseum ist für alle da

Mit der Kooperation zwischen dem Oldenburger Wallmuseum in Holstein und der BSK-Kontaktstelle Ostholstein unter Leitung von Martina Scheel entsteht ein konkreter Mehrwert für Menschen mit Behinderung in der Region.

gepflasterter Weg zum Wallmuseum
Die Wegführung hier soll barrierefrei gestaltet werden; dies ist auf der aktuellen Darstellung noch nicht ersichtlich.
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  • Aus dem Verband

Kulturelle Angebote werden nicht nur zugänglicher, sondern aktiv gemeinsam gestaltet. Unter dem Leitmotiv „Das Wallmuseum ist für alle da“ wird ein Raum geschaffen, in dem Teilhabe, Selbstbestimmung und gleichberechtigter Zugang zu Bildung und Geschichte im Mittelpunkt stehen. 

Das Oldenburger Wallmuseum ist ein Freilichtmuseum in Ostholstein. Dort wird gezeigt, wie Menschen früher gelebt haben, hauptsächlich in der slawischen und frühmittelalterlichen Zeit. Besucher*innen können rekonstruierte Häuser sehen, Handwerk erleben und Geschichte direkt vor Ort entdecken. Gerade weil man hier vieles anfassen und ausprobieren kann, eignet sich das Museum besonders gut für inklusive Angebote. So wird Geschichte für möglichst viele Menschen verständlich und erlebbar. 

Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V. (BSK) bringt seine langjährige Erfahrung in der Selbsthilfearbeit und Interessenvertretung gezielt in diese besondere Museumslandschaft ein. Ziel ist es, Barrieren nicht nur baulich, sondern auch kommunikativ und sozial abzubauen. Für Menschen mit Behinderung bedeutet das ganz konkret: verständlichere Informationen, verbesserte Wegeführungen, barriereärmere Zugänge sowie Programme, die unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigen. So wird das Museum Schritt für Schritt zu einem Ort, an dem Inklusion selbstverständlich ist. 

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Vertreterin des BSK, Martina Scheel. Sie sorgt für den direkten Transfer von Erfahrungen und Bedarfen aus der Praxis in die Projektarbeit. „Inklusion bedeutet für mich, dass Menschen mit Behinderung nicht nur teilnehmen können, sondern sich wirklich willkommen und mitgedacht fühlen. Genau daran arbeiten wir im Wallmuseum ganz konkret“, betont Martina Scheel. Zugleich unterstreicht sie die Bedeutung der Kooperation für die Region: „Das Wallmuseum bietet eine besondere Möglichkeit, Geschichte erlebbar zu machen. Wenn wir diese Erlebnisse barrierefrei gestalten, schaffen wir echte Teilhabe – und stärken gleichzeitig das Bewusstsein für Vielfalt und gegenseitigen Respekt.“ 

Der Stellenwert des BSK innerhalb dieses Projekts ist dabei zentral: Als starke Stimme der Selbsthilfe stellt der Verband sicher, dass Inklusion nicht als Zusatz, sondern als grundlegendes Prinzip verstanden wird. Die regelmäßigen Austauschformate und die enge Zusammenarbeit mit dem Museum schaffen eine belastbare Struktur, in der nachhaltige Verbesserungen entstehen können.

Gleichzeitig setzt die Kooperation ein klares Zeichen für demokratische Werte. Teilhabe, Gleichberechtigung und Zugänglichkeit sind wesentliche Grundlagen einer offenen Gesellschaft. Indem Menschen mit Behinderung aktiv eingebunden werden, stärkt das Projekt nicht nur die Inklusion, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Ostholstein. So entwickelt sich das Wallmuseum zunehmend zu einem inklusiven Lern- und Begegnungsort, der Geschichte nicht nur bewahrt, sondern aktiv für alle Menschen zugänglich macht.