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BSK-Kontaktstelle Rhein-Neckar-Kreis
Projekttage an der Nelly-Sachs-IGS zeigen gelebte Inklusion
Wie fühlt sich der Alltag im Rollstuhl an? Wie zieht man sich an oder kommt ins Bett? Und wie möchte ein Mensch mit Behinderung angesprochen werden? Bei den Projekttagen unter dem Motto „Gemeinsam leben“ an der Nelly-Sachs-IGS Gesamtschule in Horchheim durften Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 8 offen fragen – und bekamen ehrliche Antworten.
Drei Rollstuhlfahrende berichteten aus ihrem persönlichen Alltag. Mit dabei waren „Mobil mit Behinderung e. V.“ (MMB) und Rudolf Bamberger von der BSK-Kontaktstelle Rhein-Neckar-Kreis. Im Mittelpunkt stand die persönliche Begegnung: Nicht übereinander reden, sondern miteinander sprechen.
Auf die Frage, ob man „Mensch mit Behinderung“ oder „Mensch mit Einschränkung“ sagen solle, antwortete Rudi Bamberger mit einem Augenzwinkern: „Nennt mich einfach Rudi – fertig.“ Die spontane Antwort sorgte für Lachen und zeigte, wie unkompliziert Begegnungen sein können.
„Die größten Barrieren befinden sich oft noch in den Köpfen“, so Bamberger. Umso wichtiger seien solche Projekttage. Besonders schön sei, dass Inklusion an der Schule nicht nur besprochen, sondern im Alltag gelebt werde: Kinder mit und ohne Behinderung lernen gemeinsam und erleben Vielfalt als etwas Selbstverständliches.
Die Zusammenarbeit von MMB und BSK zeigt dabei, wie wichtig gemeinsames Engagement für mehr Verständnis und gelebte Inklusion ist.
Auf die Frage, ob er im kommenden Jahr wieder dabei sein werde, hatte Rudi Bamberger eine klare Antwort: „Natürlich!“
„Die Kinder sind unsere Zukunft – egal ob mit oder ohne Behinderung. Solche Begegnungen sollten viel häufiger stattfinden“