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Netzwerk mit vielen Impulsen
Im Stephansstift in Hannover kamen Ende Oktober die BSK-Untergliederungen aus Niedersachsen zu ihrem Landestreffen zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Fragen aus Pflege und Sozialpolitik, inklusive Bildung und barrierefreiem Katastrophenschutz.
Neben fachlichen Impulsen und dem Austausch über die Arbeit vor Ort bot das Treffen auch Gelegenheit, auf künftige Aktivitäten zu blicken. Einen bewegenden Auftakt bildete zunächst das Gedenken an die verstorbenen BSK-Ehrenamtlichen Christian Pfennig, Gerwin Matysiak und Hannelore Kükemück, deren Verdienste um den Verband in einer Laudatio gewürdigt wurden.
Nach diesem persönlichen Auftakt rückten die fachlichen Themen des Treffens in den Mittelpunkt. Im Vortrag von Simone Siebert, Referentin für Gesundheits- und Sozialpolitik im BSK-Büro Berlin, ging es um die Belastungen pflegender Angehöriger. Anhand von Fallbeispielen zeigte sie auf, welche Auswirkungen die Pflege auf Angehörige hat und welche Möglichkeiten es zu ihrer Entlastung gibt. Auch die aktuell politisch diskutierten Veränderungen in den Sozialversicherungen kamen zur Sprache. Am Beispiel der Eingliederungshilfe wurde deutlich, unter welchem Effizienzdruck die sozialen Sicherungssysteme stehen.
Unter der souveränen Leitung des Vorsitzenden der Landesvertretung Niedersachsen, Hans-Werner Eisfeld, folgte ein Beitrag von Katrin Gensecke, Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt. Die engagierte BSKlerin stellte das Kompetenzzentrum für Inklusive Bildung in Sachsen-Anhalt vor. Dort vermitteln qualifizierte Bildungsfachkräfte, die zuvor in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen gearbeitet haben, authentische Einblicke in ihre Lebensrealitäten, Bedarfe und Perspektiven. Auf Augenhöhe sensibilisieren sie (künftige) Lehr-, Fach- und Leitungskräfte und unterstützen die Vernetzung von Hochschulen, Politik, Verwaltung, Verbänden und Unternehmen. So soll Inklusion auch in der Praxis gelingen.
Heidi Blöhdorn stellte anschließend ihr neues 545-seitiges Fachbuch zum barrierefreien Katastrophenschutz vor. Es zeigt anhand praktischer Tipps und Checklisten, was Menschen mit Behinderungen im Katastrophenfall benötigen und wie ihre Belange angemessen berücksichtigt werden können.
Zum Abschluss standen die Berichte aus den BSK-Untergliederungen auf dem Programm. In Braunschweig und in der Grafschaft Bentheim sind zwei weitere Kontaktstellen in Planung. Der BSK Bremen e.V. berichtete über den Start eines von der Aktion Mensch geförderten Projekts mit inklusiven Bewegungsangeboten (FiBs) sowie über das Hilfsprojekt in Awendo (Kenia) und die Online-Selbsthilfe-Akademie. Auch aus Göttingen, Löningen und den weiteren Untergliederungen in Niedersachsen gab es Positives zu berichten. Für das kommende Jahr sind zahlreiche Aktivitäten geplant. Dazu gehört auch die Beteiligung an der IRMA, der inklusiven Reha- und Mobilitätsmesse, die vom 24. bis 26. Juni in Bremen stattfindet.