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Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen e.V.

65 Jahre Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen: Gemeinsam für Selbstbestimmung und Teilhabe

Rund 90 Gäste feiern das Vereinsjubiläum mit buntem Programm – Rückblick auf 65 Jahre Selbsthilfe und Blick auf die Aufgaben der Zukunft

von Erik Kleinfeld

Gruppenfoto
Die Mitarbeitenden und Vorstandsmitglieder der Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen e.V. freuten sich über Gratulationswünsche des Bundesverbands Selbsthilfe Körperbehinderter BSK. Persönlich gratulierte Hans-Werner Eisfeld von der BSK-Landesvertretung Niedersachsen (3. von rechts).
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Seit 65 Jahren setzt sich die Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen e.V. für die Interessen von Menschen mit Behinderungen, für Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe ein. Am 22. August feierte der Verein dieses Jubiläum gemeinsam mit rund 90 Mitgliedern, Mitarbeitenden, Wegbegleitern und Gästen.

Die Geschichte der Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen begann 1961. Aus einer von Betroffenen getragenen Selbsthilfeinitiative entwickelte sich über die Jahrzehnte ein Verein, der heute weit über klassische Selbsthilfe hinausgeht. Neben Austausch und Interessenvertretung gehören insbesondere die Unterstützung eines selbstbestimmten Lebens und Angebote im Bereich der persönlichen Assistenz zu seiner Arbeit.
 
„65 Jahre Selbsthilfe zeigen, wie viel Menschen erreichen können, wenn sie sich zusammenschließen und ihre Interessen selbst vertreten. Gleichzeitig ist das Jubiläum für uns kein Anlass, uns auf dem Erreichten auszuruhen. Bei selbstbestimmtem Leben, Barrierefreiheit und echter gesellschaftlicher Teilhabe gibt es weiterhin viel zu tun. Wir wollen die Selbsthilfe deshalb auch in den kommenden Jahren weiterentwickeln und eine starke Stimme für Menschen mit Behinderungen in Göttingen und der Region sein“, sagt Jonas Morgenroth, Vorsitzender der Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen e.V. 

Einen besonderen Blick auf die Vereinsgeschichte warf der langjährige Vorsitzende Dr. Jochen Krohn. In seiner Rede erinnerte er an wichtige Stationen der vergangenen Jahrzehnte und an die Menschen, die den Verein aufgebaut und geprägt haben. Auch die Stadt Göttingen würdigte das langjährige Engagement des Vereins. Herr Maxellon, Fachdienstleiter für den Bereich Sozialarbeit der Stadt Göttingen, richtete ein Grußwort an die Gäste. 

Das weitere Programm zeigte zugleich die Vielfalt des Vereinslebens: Ein Harfenspieler begleitete die Feier musikalisch, die Theatergruppe  „Schmetterlingseffekt“ präsentierte einen eigenen Beitrag. Gemeinsam sahen die Gäste zudem den Film der Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen über das Selbstverständnis des Vereins.

Für Hendrik Falkenberg, stellvertretender Geschäftsführer, liegt eine besondere Stärke der Selbsthilfe darin, dass die Perspektive der Betroffenen Ausgangspunkt der täglichen Arbeit bleibt: „Bei uns geht es nicht nur darum, Unterstützung zu organisieren. Entscheidend ist, dass Menschen mit Behinderungen selbst bestimmen können, wie sie leben möchten. Diesen Anspruch müssen wir jeden Tag mit Leben füllen – in der persönlichen Assistenz genauso wie in unserer gesamten Vereinsarbeit.“

Nach dem offiziellen Programm nutzten die Gäste die Gelegenheit, bei einem kleinen Imbiss miteinander ins Gespräch zu kommen. Dabei trafen langjährige Vereinsmitglieder und Wegbegleiter auf Mitarbeitende, Freunde des Vereins und Menschen, die die Arbeit der Selbsthilfe heute gestalten.

Das Jubiläum war damit nicht nur ein Rückblick auf 65 Jahre Vereinsgeschichte, sondern auch ein Blick nach vorn: Die Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen will sich weiterhin für selbstbestimmtes Leben, Barrierefreiheit und gleichberechtigte Teilhabe einsetzen und zugleich die eigenen Angebote und Strukturen für die kommenden Jahre weiterentwickeln. 



Über die Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen e.V.

Die Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen e.V. engagiert sich seit 1961 für Menschen mit Körperbehinderungen in Göttingen und der Region. Im Mittelpunkt stehen Selbstbestimmung, gesellschaftliche Teilhabe und die Vertretung der Interessen von Menschen mit Behinderungen. Zu den Tätigkeitsfeldern gehören unter anderem persönliche Assistenz, Beratung, Selbsthilfe sowie gemeinsame Freizeit- und Vereinsangebote.