Suche schließen


Weitere nützliche Informationen

Was muss ich tun, wenn die Behörde meinen Antrag abgelehnt hat?

Grundzüge des Verwaltungsverfahrens für Ansprüche im Sozialrecht

Tests zur gezielten Verordnung von Antibiotika

Wer krank ist will schnell wieder gesund werden. Hier helfen Antibiotika, aber nicht immer. Seit dem 1. Juli können Ärzte Tests zur gezielten Verordnung von Antibiotika veranlassen, ohne dass es sich auf das Budget auswirkt.

Wer kennt das nicht, der Hals kratzt und der Kopf brummt. Da ist eine Erkältung im Anmarsch. Meist sind hier Viren die Verursacher der Krankheitssymptome. Allerdings nicht immer. Manchmal machen uns auch Bakterien krank und dann verschreibt uns der Arzt ein Antibiotikum.

Das problematische dabei ist, nicht jedes Antibiotikum hilft bei jeder Bakterienart. Meistens verwenden Ärzte sogenannte Breitband Antibiotika. Diese helfen gegen eine Vielzahl von Bakterien, führen aber auch dazu, dass die Bakterien resistent werden, die Antibiotika also nichts mehr gegen diese Bakterien ausrichten kann. Damit so etwas nicht passiert hat der Arzt die Möglichkeit in einem Labor testen zu lassen um welche Bakterienart es sich handelt und dann entsprechende Antibiotika einzusetzen.

Diese Tests sind sehr teuer und belasten das Budget des Arztes. Aus diesem Grund wird häufig auf solche Tests verzichtet. Aus diesem Grund gibt es ab 1. Juli die Möglichkeit bestimmte Tests zur Feststellung der Bakterienart durch den Arzt zu veranlassen, die dann nicht sein Budget belasten.

BSK-Tipp: Fragen sie den Arzt grundsätzlich, ob er sich sicher ist, dass hier eine bakterielle Erkrankung vorliegt und fragen sie auch, ob es nicht vielleicht sinnvoll sein könnte, einen Test machen zu lassen.

Welche homöopathischen Arzneimittel zahlt die Kasse?

Nicht verschreibungspflichtige Medikamente speziell auch homöopathische, werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Allerdings gibt es zum einen Ausnahmen in der Arzneimittelrichtlinie und zum anderen können Krankenkassen in ihren Satzungen teilweise selber bestimmen, welche nichtverschreibungspflichtigen Medikamente sie über diese sogenannte OTC Liste hinaus erstatten.

In der folgenden Liste sind diese Satzungsleistungen im Überblick dargestellt. Bitte schauen sie immer vorher in die Satzung der einzelnen Krankenkassen. Dort finden sie die genauen Voraussetzungen unter denen eine Erstattung der Kosten erfolgt.

OTC-Satzungsleistungen der Krankenkassen

Information zur Beantragung von Leistungen bei der gesetzlichen Krankenkasse

Verfahren zum langfristigen Heilmittelbedarf vereinfacht

GBA Heilmittelrichtlinie 2020: Viel Neues für GKV Versicherte

Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) soll Versorgungspraxis verbessern

Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen brauchen qualitativ gute und passende Hilfsmittel. Bislang hatten viele Versicherte nur durch eigene Aufzahlungen Zugang zu einer für sie individuell passenden und notwendigen Versorgung.

Mit dem heute verabschiedeten Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) ist ein wichtiger Schritt für eine Verbesserung dieser Situation eingeleitet worden. Nun kommt es auf die Umsetzung in der Praxis an. „Grundsätzlich gilt im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung das Prinzip, dass Versicherte notwendige Hilfsmittel ohne zusätzliche Kosten von ihrer Kasse erhalten sollen. Die Realität sieht jedoch bisher häufig ganz anders aus“, erklärt Dr. Martin Danner, Bundesgeschäftsführer der BAG SELBSTHILFE.

Die Liste der Hilfsmittel, die Menschen mit körperlichen Einschränkungen brauchen, ist lang. Von Inkontinenzhilfen, Rollstühle, Gehhilfen bis hin zur Stoma-Versorgungen. Viele Ausschreibungen im Bereich der Hilfsmittel folgten in der Vergangenheit dem Diktat des niedrigsten Preises. Betroffene mussten sich deshalb entweder zwischen einer unzureichenden Versorgung oder einer Aufzahlung entscheiden.

Das neue HHVG legt nun fest, dass Ausschreibungen sich nicht allein am Preis orientieren dürfen, sondern die Qualität zwingend zu berücksichtigen ist. Ferner müssen die Hilfsmittel dem aktuellen Stand der medizinischen Erkenntnisse entsprechen und es ist Aufgabe der Krankenkassen zu kontrollieren, ob die Versorger ihre gesetzlichen Pflichten einhalten.

„Wir begrüßen diese wichtigen Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung von Betroffenen sehr. Jetzt gilt es aber, die Theorie auch in die Praxis umzusetzen. Denn nur dann profitieren chronisch kranke und behinderte Menschen auch tatsächlich davon“, mahnt Dr. Martin Danner. In dem Gesetzgebungsprozess wurden auch wichtige Anliegen der BAG SELBSTHILFE aufgegriffen, wie die Verbesserung der Ausnahmeregelung zur Versorgung mit Sehhilfen, Modellvorhaben zur podologischen Therapie bei Krankheiten ermöglicht, deren Auswirkungen mit den Schädigungen von Diabetes vergleichbar sind und auch Weiterentwicklungen im Bereich der Patientenvertretung. Darüber hinaus wurden Ausschreibungen in verschiedenen Fällen für unzweckmäßig erklärt, etwa wenn eine Versorgung durch einen hohen Anteil an Dienstleistungen gekennzeichnet ist.

„Wir freuen uns sehr, dass sich unser gemeinsames Engagement mit unseren Mitgliedsverbänden zur Verbesserung der Situation der Betroffenen gelohnt hat. Für die Zukunft wünschen wir uns eine Gesundheitsversorgung, welche insgesamt die nach wie vor bestehenden Hindernisse im Gesundheitssystem für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen stärker in den Blick nimmt, insbesondere die Barrierefreiheit der Arztpraxen. In einer älter werdenden Gesellschaft sind diese Aspekte für alle BürgerInnen wichtig“, so der Bundegeschäftsführer des Dachverbandes von117 Selbsthilfeverbänden.

Auch der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. hat eine Stellungnahme eingereicht. Andrea Fabris, Referentin für Gesundheits- und Sozialpolitik beim BSK, sagt dazu: „Die mit dem Gesetz angestrebten Verbesserungen im Hilfsmittelbereich sind erfreulich. Jedoch stellt sich die Frage, ob sie auch beim Versicherten positive Auswirkungen haben und die Krankenkassen bei Hilfsmitteln eben nicht dem günstigsten Anbieter den Vorzug geben und somit an der Qualität sparen“.

Der Weg zum Therapieerfolg

Ein:e Patient:in erhält vom Arzt ein Rezept, löst es in der Apotheke ein und nimmt danach das Medikament. So weit, so gut. Die Person geht davon aus, alles richtig gemacht zu haben.
Was vielen jedoch nicht klar ist: Zwischen Arztbesuch und Wirkung des Arzneimittels lauern Stolpersteine und Fehlerquellen.

Weitere Informationen

Entlastungsbetrag richtig nutzen

Seit Anfang 2017 gibt es den Entlastungsbetrag i. H. v. 125 Euro für alle Pflegegrade. Für Pflegegrad 1 stellt er die einzige regelmäßige Leistung dar und wird trotzdem häufig nicht genutzt.

Ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung möchten möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und im Alltag selbstständig sein. Solange es geht, unterstützen pflegende Angehörige und begleiten diesen Prozess - oft ohne weitere Hilfe von außen. So haben sie neben dem eigenen Haushalt und Job auch bei den zu Pflegenden zusätzlichen Aufgaben zu erledigen. Häufig sind die Angehörigen dann Krankenschwester, Koch, Putzhilfe, Fahrdienst und Manager verschiedener externer Dienstleistungen, quasi das „Mädchen für alles“.

Der Gesetzgeber hat seit 2017 die Möglichkeit geschaffen, dass verschiedene Hilfeleistungen, wie z.B. Begleitung zum Arzt oder Einkaufen, Aufräumen, Begleitung einfach nur bei einem Spaziergang, um mal etwas Anderes zu sehen, usw., über einen sogenannten Betreuungs- und Entlastungsbetrag, zumindest anteilig, finanziert werden können.

In unserem Artikel, der im nächsten Rehatreff, Ausgabe 4.2020, erscheint, werden vom Fachteam Gesundheit folgende Fragen beantwortet:

• Was sind die Voraussetzungen für den Betreuungs- und Entlastungsbetrag?
• Was muss beachtet werden?
• Wo gibt es Hilfe?

Des Weiteren gibt es konkrete Unterstützungsangebote, Tipps für Betroffene und vieles mehr - im Rehatreff, Ausgabe 4.2020.

Erste Gesundheits-Apps auf Rezept

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlicht zum ersten Mal eine Liste mit verschreibungsfähigen, digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGa). Die Liste soll fortlaufend ergänzt werden. Aktuell handelt es sich um die Apps von Kalmeda bei Tinnitus und Velibra gegen Angststörungen.

Kurzfristig sollen weitere Anwendungen ins DiGA-Verzeichnis aufgenommen werden können. Derzeit befinden sich dem BfArM zufolge 25 weitere Apps im DiGa-Prüfverfahren des Instituts. Für weitere 75 Anwendungen führt das Innovationsbüro des BfArM bereits Beratungsgesprä¬che mit den Herstellern. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht das erstmalige Erscheinen der BfArM-Liste als großen Schritt. „Das DiGa-Verzeichnis ist eine Weltneuheit“, sagte er der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten. Deutschland sei das erste Land, in dem es Apps auf Rezept gebe.

Ärzte bleiben skeptisch. Apps müssten „Mehrwert für den Patienten bringen und ver-ständlich und sicher sein – sowohl bei der Funktionalität als auch beim Datenschutz“, sagte Andreas Gassen, Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), den Zeitungen. Gesundheitsapps können diesen Ansprüchen nicht genügen.

App-Verzeichnis

Kalmeda

Velibra

Mehr Zuschuss für Zahnersatz

Zahnersatz kann teuer werden, egal ob Krone, Brücke oder Inlay. Je nach Material, Art und Umfang der Versorgung fallen bei Behandlungen schnell hohe Kosten an. Patienten müssen anders als bei vielen anderen ärztlichen Leistungen bei Zahnersatz einen hohen Eigenanteil leisten.

Seit 1. Oktober bekommen gesetzlich Krankenversicherte für Zahnersatz mehr Geld von der Krankenkasse. Der Festzuschuss wird dann von 50 auf 60 Prozent der Kosten für die sogenannte Regelversorgung erhöht.

Die Regelversorgung ist am günstigsten. Patienten sollten daher beim Zahnarzt nachfragen – sonst kann es schnell teuer werden.

Zum Tipp des Fachteams

QiGong - chinesische Bewegungskunst für Körper und Geist (online und barrierefrei)

Qigong ist eine traditionelle, chinesische Bewegungsform zur Gesunderhaltung. Der Wortteil „Gong“ steht für Übung, Training oder auch beständiges Arbeiten. Das chinesische „Qi“ wird hierzulande meist mit „Energie“ oder „Lebensenergie“ übersetzt.

So kann man Qigong als das Training mit der Lebensenergie verstehen. In den Anfängen meines eigenen Übens und auch heute noch, da ich mittlerweile seit 15 Jahren Qigong praktiziere und unterrichte, erscheint mir dieses Denken sehr sinnvoll. Mit Qigong bekomme ich eine energetische Unterstützung, die immer genau nach meinem Bedürfnis wirkt. Der wichtigste Aspekt der traditionellen, chinesischen Bewegungsformen ist der Effekt der regenerativen Stressbewältigung. Das bedeutet, dass stressrelevante Parameter weniger stark auf das körperliche und geistige Wohlbefinden wirken. Der Stress – egal, welcher Art – hat weniger heftige Wirkung.

Weitere Vorteile dieser Bewegungskunst:

- die Übungsausführung ist ruhig und unter entsprechender Anleitung gut nachvollziehbar
- man braucht außer bequemer Kleidung kein Equipment
- es gibt keine Bodenübungen
- man kommt nicht ins Schwitzen

Geplant sind zwei Präventionskurse Qigong für alle Menschen und insbesondere für Menschen, die im Rollstuhl sitzen.

Kurs 1: Montags, 01.03. bis 10.05.20 - jeweils um 11:00 Uhr
Kurs 2: Dienstags, 02.03. bis 11.05.20 - jeweils um 16:00 Uhr

Die erste Stunde wird als unverbindliche Probestunde angeboten. Die Anmeldung ist erst nach der Probestunde verbindlich.
Maximale Teilnehmerzahl: 15 Terminänderungen oder -absagen aufgrund geringer Teilnehmerzahl sind dem Veranstalter vorbehalten.
10 Kurseinheiten a 45 Minuten kosten € 119,-.

Da der Kurs bei Dipl.-Sportlehrer Michael Schrick als Präventionsmaßnahmen anerkannt ist, refinanzieren die gesetzlichen Krankenkassen diesen Kurs bis zu 100%. Der Kurs wird online über das Portal Microsoft Teams stattfinden. Nach Anmeldung zum Kurs erhalten Sie einen Zugangscode, mit dem Sie dem jeweiligen Kurs beitreten können.
Interessenten werden gebeten sich persönlich beim Kursleiter Michael Schrick zu melden.

Website Bewegungsoffensive