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Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen e.V.
Im Herbst 2024 orderte der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen ZVSN 60 neue Überland-Busse, deren Mehrzweckbereiche nur die gesetzliche Mindestgröße von 1,35 Meter Länge aufwiesen.
Viel zu wenig, kritisierten Mitglieder der Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen. In der Folge kam es im Februar 2025 zu einem Treffen von Menschen mit Behinderungen und Vertretern aus der Leitungsebene der organisierten Busunternehmen. Wir bekamen die Möglichkeit, verschiedene Busmodelle mit dem Rollstuhl zu befahren und konnten den Anwesenden unsere Bedarfe erläutern. Dennoch: die Busse werden – von kleineren Umbauten, die minimal mehr Platz schaffen, einmal abgesehen – so aus wirtschaftlichen Gründen erhalten bleiben und stellen für Betroffenen in der Region ein großes Mobilitätshemmnis dar. Aus diesem Grund haben wir den Fall auch zum Topthema beim Protesttag im Mai 2025 gemacht.
Im Januar 2026 nun ein kleiner Lichtblick: erneut hat der ZVSN investiert, diesmal wurden Busse mit deutlich größerem Platzangebot gekauft. Die 3 neuen Busses werden die Landeslinie 160 (Schnellbus Göttingen – Duderstadt) bedienen. Jonas Morgenroth, Vorstandsmitglied bei der Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen und Berufspendler nach Duderstadt, lobte die
Neuanschaffung, die nun erlaubt wieder zwei Rollstühle oder einen Rollstuhl und Kinderwagen gleichzeitig zu transportieren. Mitte Januar wurden die Busse der Öffentlichkeit im Rahmen eines Pressetermins vorgestellt, für die Selbsthilfe waren Mitarbeiter Erik Kleinfeldt und Mitglied Marco Schnyder anwesend. Der ZVSN dankte für die wertvollen Einblicke in die Lebenswelt ihrer Fahrgäste mit Behinderungen, die ihnen das Treffen im Februar 2025 gewährt habe. In Zukunft werde man die Belange von Menschen mit Behinderungen stärker bei Investitionsentscheidungen einbeziehen.