BSK-Kontaktstelle Bernkastel-Kues

Inklusion, die ankommt: Ein stilles Örtchen mit Vorbildcharakter in Hirzlei

Inklusion scheitert im Alltag oft an praktischen Dingen, zum Beispiel an einer fehlenden Toilette. Die BSK-Kontaktstelle Bernkastel-Kues macht nun auf ein positives Beispiel aufmerksam: den kleinen, idyllischen Ort Hirzlei in einem Seitental der Mosel.

von Birgit Leisch

Zwei Rollstuhlfahrerinnen vor einer barrierefreien Toilette, eine zeigt auf das Rollizeichen an der Tür
Katharina Küpper, Leitung EUTB BSK-Bereich Mittelmosel - Brauneberg und Birgit Leisch
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Dort, wo einmal im Jahr die traditionelle Kirmes das Dorfleben zusammenbringt, wurde ein wichtiges Zeichen für Barrierefreiheit gesetzt. Im örtlichen Bürgerhaus gibt es ein voll ausgestattetes, behindertengerechtes WC. Was für viele wie eine Nebensächlichkeit klingt, entscheidet für Rollstuhlfahrer oft darüber, ob sie an einer Gemeinschaft teilnehmen können oder zu Hause bleiben müssen.

„Es ist unglaublich und vorbildlich zugleich“, freut sich Birgit Leisch von der BSK-Kontaktstelle Bernkastel-Kues. „In diesem lieblichen Stückchen Erde kann man nicht nur die Natur genießen, sondern hier wird Inklusion wirklich gelebt. Oft endet die Teilhabe für Menschen im Rollstuhl leider genau an der Tür zur Toilette. In Hirzlei hingegen ist wirklich jeder willkommen.“

Das Bürgerhaus in Hirzlei zeigt, dass auch kleine Gemeinden Großes leisten können, wenn sie bei ihrer Infrastruktur an alle Mitbürger*innen denken. Für die BSK-Kontaktstelle ist dies ein Leuchtturmprojekt in der Region, das hoffentlich viele Nachahmer findet – damit das Feiern und Genießen in der Moselregion für niemanden an einer Barriere endet.