06.06.2017 15:29 Alter: 3 Jahre

Symposium des BMAS zur Repräsentativbefragung von Menschen mit Behinderungen

Kategorie: Juni 2017
Von: Peter Reichert

Für die kommenden Teilhabeberichte hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) einen Forschungsauftrag für die Teilhabeforschung vergeben. Ziel soll es sein, dass es Daten zur Teilhabesituation von Menschen mit Behinderungen in Deutschland gibt.

Am 2. Juni stellte unter anderem Dr. Helmut Schröder von infas den Ablauf der Befragung und die Auswahl der Teilnehmer an der Befragung vor. Vorgeschaltet waren eine Vorstudie und ein Pretest. Dr. Rolf Schmachtenberg verwies darauf, dass es Wille des BMAS ist, dass die Studie nicht nur bis 2020 läuft, sondern darüber hinaus weiter geführt und gefördert werden.

Das Projekt ist anspruchsvoll. Befragt werden:

• 16.000 Menschen mit Behinderungen in Privathaushalten,

• 5.000 Menschen mit Behinderungen, die in Einrichtungen leben,

• 1.000 Menschen mit speziellen Kommunikationserfordernissen und

• 5.000 Menschen ohne Behinderung als Kontrollgruppe.

2021 soll die Auswertung der erhobenen Daten abgeschlossen sein. Über den Fortschritt der Arbeiten und über erste Ergebnisse wird jährlich berichtet werden.

Die anschließenden Fragen machten deutlich wie wichtig Menschen mit Behinderungen diese Studie ist und dass sie sich sehr viel von den Ergebnissen erhoffen.

So war die Antwort auf die Frage von Andrea Fabris, Referentin für Gesundheit und Sozialpolitik des BSK, ob denn die Ergebnisse nicht nur auf dem Papier festgehalten werden, sondern auch in der Gesetzgebung münden, sehr vage.

Die Hoffnung besteht aber bei allen Verbänden, dass die Ergebnisse in entsprechende Gesetze münden. Mit Spannung werden demnach die Ergebnisse der Befragung, die im kommenden Frühjahr startet, erwartet.