09.06.2017 14:48 Alter: 3 Jahre

„Selbst Aktiv“ begrüßt klares Signal zur Inklusion

Von: Peter Reichert
Karl Finke

Karl Finke, BSK-Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Landesausschusses von „Selbst Aktiv“ Niedersachsen

„Selbst Aktiv“, die Arbeitsgemeinschaft der Menschen mit Behinderungen in der SPD, begrüßt die klare Aussage der niedersächsischen Landtagsfraktion der SPD zur Fortsetzung und Stärkung inklusiver Bildung in Niedersachsen.

Die Landtagsfraktion hatte sich während der Klausurtagung in Wilhelmshaven deutlich zur Inklusion bekannt und angekündigt, dass 800 neue Stellen zur Unterstützung der Inklusion an Schulen geschaffen werden sollen.

„Die politische Orientierung bleibt klar! Die Mittel und Wege zur Stärkung inklusiver Bildung werden gestärkt“, äußert sich Karl Finke, Vorsitzender des Landesausschusses von „Selbst Aktiv“ Niedersachsen und Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter e.V., erfreut über das Ergebnis der Klausursitzung.

Niedersachsen habe sich in den vergangenen Jahren von den hinteren Plätzen, den Abstiegsplätzen, zur bundesweiten Inklusionsquote deutlich nach vorne in den bundesweit vorderen Bereich geschoben. Diese Entwicklung müsse fortgesetzt und unterstützt werden, fordert Finke.

Inklusive Bildung ist eines der zentralen Felder auf dem Weg zu einem inklusiven Niedersachsen. Hierzu gehören ebenfalls Programme zu einem inklusiven Arbeitsmarkt, barrierefreie Wohn- und Lebensraumgestaltung sowie Inklusion in Kultur, Freizeit und Sport.

Hier hat sich die niedersächsische Sport- und Verbändelandschaft in dem europaweit einmaligen „Forum Artikel 30 – UN-Behindertenrechtskonvention – Inklusion in Kultur, Freizeit und Sport“ zum gemeinsamen Handeln und gemeinsamen Leben von Inklusion zusammengeschlossen.

„Es gilt also, im Rahmen von Bewusstseinsbildung auch das Selbstbewusstsein und die Mitentscheidung behinderter Menschen in allen Feldern konkret zu verwirklichen, damit ein neues gesellschaftliches Miteinander, und nicht alter Wein in neuen Schläuchen, geprägt wird. Stärken wir das Selbst- und Fremdbewusstsein aller zu Gunsten von Inklusion“, so Karl Finke.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Johanne Modder hatte im Nachgang der Klausurtagung erklärt, Inklusion sei ein Menschenrecht, das die SPD weiterhin garantieren werde: „Wir wollen tausenden Schülerinnen und Schülern helfen, ihren Wunsch vom gemeinsamen Lernen zu erfüllen. Dafür setzen wir uns ein.“