11.10.2017 09:50 Alter: 60 Tage

Rahmenvertrag Entlassmanagement seit 1. Oktober in Kraft

Kategorie: Oktober 2017
Von: Peter Reichert

Neues Entlassmanagement soll Übergänge klar regeln

Seit 1.10.2017 gelten neue, verbindliche Regelungen für ein strukturiertes Entlassmanagement nach einem Krankenhausaufenthalt. Das teilte der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit.

„Nun können Krankenhausärzte mit abgeschlossener Facharztweiterbildung im Entlassmanagement bei Bedarf Arzneimittel, Verband-, Heil- und Hilfsmittel, häusliche Krankenpflege und Soziotherapie für einen Zeitraum von bis zu sieben Tagen verordnen sowie die Arbeitsunfähigkeit feststellen“ sagt Andrea Fabris, Referentin für Gesundheits- und Sozialpolitik beim Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.

Hintergrund: Zur Schließung von Versorgungslücken nach einer stationärer Behandlung wurde mit dem Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VSG) die Möglichkeit geschaffen, dass Krankenhäuser im Rahmen des Entlassmanagements ambulante Leistungen verordnen und Arbeitsunfähigkeit feststellen dürfen (§ 39 Abs. 1a SGB V).

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) wurde beauftragt, das Nähere in seinen Richtlinien zu regeln. Diese sahen unter anderem einen Rahmenvertrag zwischen GKV Spitzenverband, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und Deutscher Krankenhausgesellschaft vor, der nun am 1. Oktober in Kraft tritt.

Der Rahmenvertrag soll z. B. Schnittstellen zwischen stationärem und ambulantem Bereich überwinden, eine bedarfsgerechte und lückenlose Versorgung der Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt sicherstellen und den versorgungsrelevanten Informationsfluss strukturieren.

Mit seinem In Kraft treten sind nun alle Voraussetzungen geschaffen, dass jeder Patient im Rahmen des Entlassmanagements eine gute Versorgung bekommt.