21.03.2014 16:42 Alter: 6 Jahre

Ortsbesichtigung des Saarbrücker Filmhauses

Kategorie: März 2014
Ortsbesichtigung

Ortsbesichtigung des Saarbrücker Filmhauses Als Reaktion auf die Presserklärungen und Aktionen des gegründeten Aktionsbündnisses "Barrierefreies Filmfestival Max-Ophüls-Preis" nahm jetzt der Leiter des Amts für kommunale Filmarbeit in Saarbrücken, Michael Jurich, Kontakt mit der stellvertretenden Leiterin der BSK-Landesvertretung Saarland und Gesamtbehindertenbeauftragte der Landeshauptstadt Saarbrücken, Dunja Fuhrmann, auf.

Eine Bestandsaufnahme über die Barrierefreiheit und erforderliche Umbaumaßnahmen im Saarbrücker Filmhaus sollten in einem Vor-Ort Termin besprochen werden. Beim Besichtigungstermin am 19. März war Bernd Eichenseer, Bauingenieur, der sich auch fachmännisch mit barrierefreiem Bauen beschäftigt, mit dabei.

Augenscheinlich war die allererste Hürde das unebene und verwitterte Kopfsteinpflaster im Innenhof, das den einzigen Zugang zu den drei Vorführungsräumen des kommunalen Kinos bietet. Doch dann wurden Fuhrmann und Eichenseer positiv überrascht, da zwei Vorführungsräume ebenerdig zugänglich sind und es keinen großen und kostenintensiven Aufwand bedarf, in diesen Vorführräumen Stellflächen für Rollstuhlfahrer zu schaffen. Lediglich der Zugang zum größten Kinosaal und dem bisher vorrangig als Vorführraum genutzten Saal bedarf einer größeren Umbaumaßnahme, da dieser Kinosaal nur über zwei Treppenhäuser erreichbar ist.

Der Saal selbst wiederum wäre laut Eichenseer kein Problem, um Stellflächen für Rollstuhlfahrer zu schaffen. Auch die Toilettensituation für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ließe sich in dem kommunalen Filmhaus lösen, da es eine ebenerdig zugängliche Toilette im Separet eines der beiden unteren Vorführräume gibt, die lediglich umgerüstet werden müsste.

Informationssammlung über barrierefreie Ausstattungstechniken wie induktive Höranlagen und für Filme mit Audiodeskription sowie das Herstellen von Kontakten zu Ansprechpartnern aus den Verbänden der Sinnesbeeinträchtigten vereinbarten Jurich und Fuhrmann als weiteren Schritt in den nächsten Tagen.

Bauingenieur Eichenseer wird anhand der Pläne des Filmhauses einen vorläufigen Plan zur barrierefreien Umgestaltung zeichnen und gleichzeitig einen Kostenvoranschlag vorlegen. Einige barrierefreie Umbaumaßnahmen könnten nach Fuhrmann durchaus über die Zuschüsse der Filmförderungsgesellschaft abgedeckt werden.

Inwieweit sich die Stadt Saarbrücken an Kostendeckungen beteiligt, um das einzige kommunale Kino für Saarbrücken barrierefrei umzugestalten, muss noch geklärt werden.