14.01.2015 16:25 Alter: 5 Jahre

Großes entsteht immer im Kleinen:

Kategorie: Januar 2015

Auf dem Weg zum barrierefreien Filmfestival Max Ophüls Preis im Saarland

Teilnehmer der Pressekonferenz am 14.01.2014

„Unser Engagement für Menschen mit Behinderung trägt jetzt Früchte“ fasst es Dunja Fuhrmann, stellvertretende ehrenamtliche Leiterin der Landesvertretung Selbsthilfe Körperbehinderter Saarland, LVSK, auf der Pressekonferenz des Filmfestivals Max-Ophüls Preis am Mittwoch, zusammen.

„Zusammen mit unseren Bündnispartnern sowie den Verantwortlichen der Stadt, des Landes und der Festivalleitung konnten wir erreichen, dass am 36. Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken, mehr Menschen mit Behinderung teilhaben können als je zuvor“, betont Fuhrmann, die auch als ehrenamtliche Gesamtbehindertenbeauftrage der Landeshauptstadt tätig ist.

Für Rollstuhlfahrer bedeutet das konkret: Mehr Plätze durch die Hinzunahme eines zusätzlichen Austragungsortes im Schauplatz-Kino des Filmhauses. Dies wurde durch die Vorlage eines barrierefreien Umbaukonzeptes und der tatkräftigen Mitarbeit der Mitglieder des LVSK möglich.

Durch das Engagement des Veranstalters konnte erreicht werden, dass für Seh- und Hörgeschädigte Gäste insgesamt 6 Filme mit Audiodeskription und Untertitelung angeboten werden. Das Aktionsbündnis Barrierefreies Filmfestival Max-Ophüls Preis hatte im vergangenen Jahr beim Eröffnungsabend auf bestehende Barrieren und Diskriminierungen aufmerksam gemacht.

„Die Verantwortlichen – und hier insbesondere von der Festivalleitung Garbriella Bandel - haben unsere Forderung nach einer Teilhabe von Menschen mit Behinderung bei einer öffentlichen Veranstaltung ernst genommen“ sagt Fuhrmann.

„Es ist noch ein langer Weg hin zu einem barrierefreien Filmfestival für Alle, aber wir sind auf dem richtigen Weg und haben die ersten Schritte gemacht“, ergänzt Uwe Wagner, Leiter der Landesvertretung Selbsthilfe Körperbehinderter Saarland.

Für das kommende Jahr wünscht sich das Aktionsbündnis eine enge und selbstverständliche Zusammenarbeit mit der Festivalleitung, der Stadt und dem Land, um alle Beteiligten – dazu zählen auch die Filmemacher, Kinobetreiber und Sponsoren – stärker noch für die schrittweise Umsetzung von Barrierefreiheit beim Max-Ophüls Filmpreisfestival zu sensibilisieren.