07.03.2016 09:08 Alter: 4 Jahre

Greenpeace und LVSK-Berlin unterstützen seit heute den Volksentscheid Fahrrad

Kategorie: März 2016
Von: Peter Reichert

Wichtige Umwelt- und Verkehrs-Verbände haben dem Berliner Volksentscheid Fahrrad ihre Unterstützung zugesagt. Seit heute unterstützen Greenpeace Berlin und Greenpeace Deutschland offiziell die Initiative. Neue Unterstützer sind außerdem der Bundes- und Landes-Fahrgastverband PRO BAHN, der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter und die Berliner Triathlon Union.

Schon seit Beginn der Initiative unterstützen der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Nordost, die Jugend des Umweltvereins BUND und die Stadtplaner Urbanophil den Volksentscheid Fahrrad. Seit heute gehören weitere bedeutende Verbände aus der Stadtgesellschaft zu den Unterstützern: Greenpeace Deutschland und Berlin, der Bundes- und Landesverband PRO BAHN, der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter und die Berliner Triathlon Union.

„Wir freuen uns, dass noch mehr bundesweite und Berliner Verbände ein besseres Miteinander im Verkehr unterstützen und damit auch unseren Volksentscheid“, sagt Mit-Initiator Heinrich Strößenreuther. „Die breite Unterstützung aus den Verbänden zeigt, dass der Volksentscheid Fahrrad allen Berlinern hilft, egal ob sie zu Fuß, mit dem Bus, der Bahn, dem Auto oder dem Rad unterwegs sind.“

Greenpeace Deutschland und Greenpeace Berlin steigen dieses Jahr in die verkehrspolitische Arbeit ein. „Mehr Radverkehr heißt bessere Luft, mehr Klimaschutz und eine lebenswertere Stadt. Deshalb unterstützt Greenpeace den Volksentscheid“, sagt Daniel Moser, Verkehrs-Experte von Greenpeace Deutschland. Kerstin Doerenbruch, Pressesprecherin der Berliner Gruppe sagt: „Berlin und andere Städte könnten im Verkehr mehr für den Klimaschutz tun – wir wollen mithelfen, dass hier etwas passiert“.

Der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Berlin e.V. (LVSKB) vertritt die Interessen von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen in Berlin und Umgebung: „Wir unterstützen den Volksentscheid Fahrrad, denn was für Zweiradfahrer gut ist, hilft auch Menschen, die auf einen Rollstuhl, Elektro-Scooter oder einen Rollator angewiesen sind“, weiß Monika Matschke, Vorsitzende des LVSKB e.V. „Längere Ampelphasen sind insbesondere für Menschen mit Körperbehinderung von Vorteil, aber auch für ältere Verkehrsteilnehmer und Eltern mit Kleinkindern“, sagt Matschke und fügt hinzu: „Parkende Autos auf Gehwegen, Übergängen sowie Ein- und Ausfahrten stellen für mobilitätseingeschränkte Menschen eine potentielle Gefährdung dar, wenn sie dadurch auf die Straße ausweichen müssen“.

Der Fahrgastverband PRO BAHN vertritt die Interessen der Fahrgäste des öffentlichen Verkehrs. „Busfahrgäste kommen schneller und pünktlicher voran, attraktivere Radwege entlasten die Spitzenzeiten, Radabstellplätze an Haltestellen ermöglichen den Umstieg vom Auto auf Rad und ÖPNV“, sagt Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Bundesverbands PRO BAHN. „Auch dem öffentlichen Personennahverkehr ist geholfen, wenn der Volksentscheid Fahrrad erfolgreich ist.“

Die Berliner Triathlon Union steht für Menschen, die fast täglich mit dem Rad und zu Fuß Sport treiben: „Mit einem besseren Miteinander, Radschnellwegen und Radwegen an allen Hauptstraßen könnten viele Triathleten ihr Auto stehen lassen und so auf dem Weg zur Arbeit schon mit dem Rad trainieren“, sagt Sven Alex, Präsident der Berliner Triathlon Union. „Die neuen Unterstützer-Verbände sind ein deutliches Zeichen, dass unser Anliegen vollen Rückhalt aus der Mitte der Gesellschaft erlangt hat“, sagt Peter Feldkamp, Mit-Initiator des Volksentscheids Fahrrad. „Die vielen Gespräche mit den Verbänden aus der Stadtgesellschaft zeigen, dass wir für ein besseres Miteinander im Verkehr und eine moderne Verkehrspolitik stehen“.