16.07.2013 15:25 Alter: 7 Jahre

"Gelegenheit um Dankeschön zu sagen“

Kategorie: Juli 2013

Evelyne Gebhardt, MdEP, zu Besuch beim BSK

„Es ist die Gelegenheit, Ihnen persönlich unser Dankeschön auszusprechen“,  sagt Ulf-D. Schwarz, Geschäftsstellenleiter des Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) in seiner Begrüßung zu Evelyne Gebhardt. Die Europaabgeordnete besuchte am Montag, 15. Juli, die Krautheimer Einrichtungen des BSK.  Gebhardt hatte sich Ende vergangenen Jahres in Brüssel für die Erhaltung der Ausbildungsvoraussetzungen für Pflegeberufe stark gemacht. Und das mit Erfolg: Das Europäische Parlament beschloss daraufhin, dass die Ausbildung in pflegerischen Berufen auch künftig ohne Abitur möglich sein wird. „Ích bin davon überzeugt,  dass in diesem Berufszweig die Persönlichkeit des Menschen im Mittelpunkt stehen muss“ sagt Evelyne Gebhardt. Aktuell berichtet sie von der Erstellung eines Anforderungskataloges für die Qualifizierung der Ausbildung in pflegerischen Berufen. „Hier gab es bislang keine Definition der Ansprüche an die menschliche Qualifikation der Auszubildenden. Das soll nun auf Europäischer Ebene anders werden“  stellt Gebhardt fest.

Regina Rudolph, Pflegedienstleiterin des Eduard-Knoll Wohnzentrums, beanstandet das Image des Pflegeberufes in der Gesellschaft. „Von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird neben der Erfüllung ihrer pflegerischen Aufgaben auch soziale Kompetenz erwartet. Jedoch werden diese menschlichen Leistungen von der Gesellschaft nicht wahrgenommen“.  Sie fordert, dass diese Qualitäten bei der Ausbildung in der Pflege besonders berücksichtigt und gefördert werden sollten.
Evelyne Gebhardt versprach, den Kontakt mit den drei Einrichtungen in Krautheim aufrecht zu erhalten. „Ich komme immer wieder gerne nach Krautheim, weil hier Menschen mit und ohne Behinderung beispiellos zusammenleben und arbeiten. Das ist nicht überall in Europa so wahrzunehmen“. 

Bei einer Führung durch die Werkstätten für Menschen mit Behinderung erläuterte Burkhard Wegner die Zielsetzung der Einrichtung. „Jeder soll nach seinen Möglichkeiten arbeiten können. Dabei haben wir immer einen Wechsel auf den ersten Arbeitsmarkt im Visier“  sagt Wegner.