14.02.2014 14:48 Alter: 6 Jahre

Förderungen von Barrierefreiheit abhängig machen

kerstin tack und Dunja fuhrmann

Kerstin Tack und Dunja Fuhrmann

Zu persönlichen Gesprächen bei den Bundestagsabgeordneten und neuen behindertenpolitischen Sprechern Kerstin Tack (SPD) und Uwe Schummer (CDU/CSU) in Berlin eingeladen war Dunja Fuhrmann, stellvertretende Leiterin der BSK-Landesvertretung Saarland und Gesamtbehindertenbeauftragte der Landeshauptstadt Saarbrücken. Zustande kamen beide Termine auf Initiative des saarländischen Staatssekretärs Jürgen Lennartz, der Dunja Fuhrmanns Engagement für die Behindertenarbeit über das Saarland hinaus würdigte.

Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, insbesondere der Artikel Barrierefreiheit, stand im Mittelpunkt des Dialogs mit den Bundestagsabgeordneten. Dunja Fuhrmann berichtete von den Protesten Saarländischer Behindertenverbände im Zusammenhang mit der mangelnden Barrierefreiheit beim Max Ophüls Filmfestival (Anm. d. Red.: wir berichteten darüber). „Wenn Veranstaltungen oder Bauvorhaben mit öffentlichen Geldern geplant sind, muss Barrierefreiheit als verbindliche Auflage festgeschrieben werden“, regte Dunja Fuhrmann in beiden Gesprächen an.

Für Kerstin Tack spielt die Qualifizierung von Architekten bei der Anwendung der DIN-Norm 18040 eine besondere Rolle. „Es genügt nicht, wenn Architekten sich freiwillig über barrierefreies Bauen fortbilden. Die DIN-Norm muss im Rahmen ihrer Ausbildung zum verpflichtenden Bestandteil werden“, betont Tack und versicherte, diese Anregungen in den entsprechenden Gremien weiter zu thematisieren.

Auch Uwe Schummer sprach sich für eine Kontrolle bei Bauprojekten aus. „Fördermaßnahmen sollten vor Genehmigung und Baubeginn auf ihre Barrierefreiheit geprüft werden“. Schummer versprach, beim nächsten Treffen mit der neuen Bundesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen, Verena Bentele, dieses Thema anzusprechen.

 

Beide behindertenpolitischen Sprecher äußerten den Wunsch, mit dem BSK künftig im Dialog zu stehen um dadurch die Selbsthilfearbeit an der Basis näher kennenzulernen.