23.03.2015 11:05 Alter: 5 Jahre

Fernbusverkehr in den Kommunen: Aspekt der Barrierefreiheit muss berücksichtigt werden

Kategorie: März 2015

Foto: MeinFernbus

Das Deutsche Institut für Urbanistik (difu) veranstaltete in Zusammenarbeit mit der Stadt Mannheim und dem Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V. (bdo) am 09. und 10. März 2015 ein Seminar für Führungs- und Fachpersonal aus den Bereichen Verkehrsplanung, Stadtentwicklung, Straßenverkehr und öffentlicher Personenverkehr. Unter dem Motto „Wie weiter mit dem gewachsenen Fernbusverkehr? Handlungsrahmen und Strategien“ wurde über die Entwicklung des Fernbusmarktes diskutiert. Zentrale Themen waren u.a. Errichtung von Busterminals, Kooperationen von Kommunen und privaten Anbietern, Schnittstellen und Infrastruktur von Fernbusverkehr und öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) sowie das Personenbeförderungsgesetz. Seit Anfang 2013 hat der Fernbusverkehr in Deutschland enorm zugenommen, ohne dass die Kommunen darauf vorbereitet waren. In vielen Kommunen drängt die Aufgabe, die Fernbuslinien sinnvoll zu integrieren und zu lenken. Auch der Aspekt der Barrierefreiheit an den Busterminals spielt eine zentrale Rolle. Der BSK war mit Julia Walter, BSK-Referentin für Barrierefreiheit, auf dem Seminar vertreten und brachte dort den Aspekt der Barrierefreiheit mit ein. In Bezug auf die barrierefreie Gestaltung von Busterminals gibt es jedoch weiterhin offene Fragen. Bei Neubauten muss die Barrierefreiheit bereits gegeben werden, doch wie ist das mit Denkmalgeschützen Gebäuden/ Plätzen? Wie können nicht barrierefreie Gebäude/ Plätze umgestaltet werden? Anja Ludwig vom Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V. (bdo) wiederholte mehrmals, wie wichtig der Aspekt der Barrierefreiheit ist und dass dieser bei der Gestaltung der Busterminals berücksichtig werden muss. Ein weiterer Programmpunkt des Seminars war die Besichtigung des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) in Mannheim am Hauptbahnhof. Der ZOB ist teilweise barrierefrei. Er verfügt über abgesenkte Bordsteine sowie eine barrierefreie Toilette. Jedoch weißt der ZOB in Hinsicht auf Menschen mit einer Seh- oder Hörbeeinträchtigung erhebliche Mängel auf, da weder Leitstreifen noch akustische oder digitale Informationsanzeigen vorhanden sind. Das Seminar knüpfte an ein erstes Fernbusseminar des difu an, welches im Februar 2014 in München stattfand. Weitere Seminare sind geplant.