21.06.2016 11:34 Alter: 4 Jahre

Entschädigung für ehemalige Heimkinder mit Behinderung beschlossen:

Kategorie: Juni 2016

Maik Nothnagel

Beigeschmack bei der Einigung
zur Stiftung „Anerkennung und Hilfe“

Bei ihrem Treffen in der letzten Woche haben sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder endlich auf einen neuen Hilfsfonds für ehemalige Kinder aus Behinderteneinrichtungen und Psychiatrien geeinigt, heißt es in einer Verlautbarung von Kerstin Tack, behindertenpolitische Sprecherin der SPD -Bundestagsfraktion. „Es ist ein Teilerfolg“, konstatiert Maik Nothnagel vom Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK).


Personen, die als Kinder und Jugendliche in Heimen der Erziehungshilfe Unrecht erlitten haben, erhalten schon jetzt Hilfen aus den beiden Fonds "Heimerziehung in der DDR" und „Heimerziehung West". Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen aus Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie werden darin jedoch nicht berücksichtigt, obwohl sie die gleichen Nachteile erfahren haben.


Betroffene sollen nun aus der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ immerhin 9.000 Euro Entschädigung erhalten. Zwischen 3.000 und 5.000 Euro Rentenersatzleistung gibt es für Menschen, die in den Einrichtungen nachweislich arbeiten mussten.


Sehr viel weniger als gefordert und als es in den Heimkinderfonds, hier sind es 300 Euro pro nachgewiesenem gearbeiteten Monat, gibt. „Hieran erkennt man wieder, dass Menschen mit Behinderung immer noch nicht gleichgestellt werden auch wenn sie dasselbe Leid ertragen mussten.“, ist das Fazit von Maik Nothnagel.


Für weitere Rückfragen wenden Sie sich bitten an:
Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.
Andrea Fabris
Referentin Gesundheit- und Sozialpolitik
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Tel: 030 8145265-53
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