23.03.2015 15:24 Alter: 5 Jahre

Diskriminierung in Kiel geht weiter – Behindertenverband behält sich weitere Schritte vor

Kategorie: März 2015, E-Scooter

Jetzt werden auch Elektro-Rollstuhlfahrer von der KVG nicht mehr mitgenommen

Mit einer Abmahnung durch seine Anwälte reagierte der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V., BSK, im Februar auf die Ablehnung der Kieler Verkehrsgesellschaft, KVG, Fahrer/Innen von Elektro-Scootern zu befördern. Für den BSK, der als anerkannter Verbraucherschutzverband die Interessen von Menschen mit Körperbehinderung vertritt, stellt diese Vorgehensweise der Verkehrsgesellschaft gegenüber betroffenen Menschen eine klare Diskriminierung dar.

„Zwischenzeitlich wird auch schwerstbehinderte Menschen, die einen Elektro-Rollstuhl benutzen, die Mitfahrt in den Busse und Bahnen der KVG verweigert“, erläutert Heike Witsch, ÖPNV-Expertin beim BSK. Nachdem die KVG die ihr jetzt zugestellte Unterlassungserklärung nicht unterzeichnet hat, hält der Behindertenverband an seinen Forderungen fest.

 „Jeder Tag, an dem Scooter-Fahrer und Elektro-Rollstuhl-Benutzer an den Haltestellen nicht mitgenommen werden, ist eine Verstoß gegen das Menschenrecht auf Mobilität“ bringt es Witsch auf den Punkt. „Wir werden weitere Schritte in die Wege leiten und im Interesse von Menschen mit Behinderung gegen das diskriminierende Verhalten der KVG vorgehen“, sagt Witsch.

Am kommenden Samstag, 28. März, findet um 12 Uhr vom Kieler Asmus-Bremer-Platz durch die Innenstadt eine Demonstration, die sich auch gegen den Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, VDV, der den Anstoß für das Mitnahmeverbot von E-Scootern gab, richtet.

Lesen Sie dazu auch den Datei ladenArtikel aus den Kieler Nachrichten vom 24.03.2015