01.05.2014 07:07 Alter: 6 Jahre

BSK fordert zum Tag der Arbeit "Mindestlohn für Werkstattmitarbeiter/Innen“

Kategorie: Mai 2014
Von: Peter Reichert
wfb

Arbeit in der WfB

„Für uns steht die inklusive Gestaltung von Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen im Bereich Arbeit mit Blick auf die UN-Behindertenrechtskonvention im Vordergrund“ betont Gerwin Matysiak, BSK-Bundesvorsitzender zum Tag der Arbeit.

Der Verband fordert einen Mindestlohn für Mitarbeiter von Werkstätten für Menschen mit Behinderung. „Unter Inklusion verstehen wir die selbstverständliche und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung in allen gesellschaftlichen Bereichen“ sagt Matysiak weiter und und fügt hinzu „das gilt eben auch für den Bereich Teilhabe am Arbeitsleben. Inklusion meint Chancengleichheit und Dazugehörigkeit – von Anfang an - uneingeschränkt und unabhängig von Art und Schwere der Behinderung“.

Der BSK schließt sich damit der Positionierung des Paritätischen Gesamtverbandes an, dessen Forderung lautet: „Der Paritätische spricht sich grundsätzlich für einen gesetzlichen Mindestlohn auch in Werkstätten für Menschen mit Behinderung aus. Allerdings muss dabei Folgendes sichergestellt werden: Der Rechtsanspruch auf berufliche Rehabilitation für Menschen mit Behinderung muss sichergestellt bleiben.

 Der bisherige Auftrag der Werkstätten – die berufliche Rehabilitation muss im vollen Umfang erhalten bleiben. Die Kernkompetenz der Werkstatt darf nicht allein auf Arbeit reduziert werden. Der Zugang zur Werkstatt und die damit verbundene Entlohnung muss auch für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf gesichert werden, unabhängig davon, in welchem Umfang sie zum Arbeitsergebnis beitragen können. Für Werkstattbeschäftigte darf die Einführung eines Mindestlohns nicht zu einer Verschlechterung ihrer bisherigen Rechts- und Sozialversicherungsansprüche führen. Der Mehrbedarf ist aus Steuermitteln abzusichern.“

Hinweis: Am 5. Mai wird der BSK am Brandenburger Tor zusammen mit weiteren Behindertenverbänden und der Aktion Mensch an seinem Infostand Unterschriften für einen Mindestlohn für Werkstattangehörige sammeln.