12.10.2016 10:43 Alter: 3 Jahre

BSK bei Performance für Nachbesserungen zum Bundesteilhabegesetz

Kategorie: Oktober 2016
Von: Peter Reichert

13. Oktober um 10:30 Uhr vor dem Berlin Congress Center (bcc) Alexanderstraße 11 am Alexanderplatz in Berlin

Anlässlich der Inklusionstage, die das Bundesministerium für Arbeit und Soziales am 13. und 14. Oktober im Berlin Congress Center (bcc) durchführt, führen Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen am 13. Oktober um 10:30 Uhr vor dem Start der Veranstaltung am Haupteingang des bcc eine Protest-Performance zum Bundesteilhabegesetz durch.

Auch der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V., BSK, ist morgen vor Ort dabei. „Wir warnen davor, das Bundesteilhabegesetz in der vorliegenden Fassung zu verabschieden, weil es für Menschen mit Behinderung eine Verschlechterung ihrer Situation bedeuten würde. Wir erwarten von der Bundesregierung, dass unsere Kernforderungen berücksichtigt werden“, sagt Andrea Fabris, Referentin für Gesundheit und Soziales beim BSK.

Geplanter Ablauf der morgigen Protest-Veranstaltung: Pünktlich um 10:30 Uhr strömen einige behinderte und nichtbehinderte Menschen mit Plakaten, Transparenten oder kleinen Sprechchören zur Teilhabe und zum Bundesteilhabegesetz vermeintlich spontan am Haupteingang des bcc zusammen.

Dort setzen sie ein Zeichen für die Selbstbestimmung und Teilhabe behinderter Menschen. Mit der Bekräftigung der Forderungen endet die Aktion nach ca. 5 Minuten. Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen stehen der Presse im Anschluss an die Aktion als AnsprechpartnerInnen und für Hintergrundinformationen zur Verfügung.

Mit der Aktion wollen Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen u.a. aufzeigen, dass der vorliegende Gesetzentwurf das Wahlrecht behinderter Menschen und damit die Selbstbestimmung massiv einschränkt und den zukünftigen Zugang zu Leistungen erschwert. Zudem wird ein 2. Klassen-System für behinderte Menschen geschaffen. Diejenigen, die beispielsweise nicht arbeiten und Hilfen zur Pflege bekommen, sollen nach dem vorliegenden Gesetzentwurf auch zukünftig nur 2.600 Euro ansparen dürfen und ihre PartnerInnen werden weiterhin arm gemacht.

Weitere Informationen gibt’s unter www.teilhabegesetz.org