14.09.2015 14:33 Alter: 4 Jahre

Annette Sawade, MdB zu Gast beim HIU in Krautheim

Kategorie: September 2015

Informationsreihe „Integrationsunternehmen – Inklusion im allgemeinen Arbeitsmarkt“

Mehr als 100 Mitglieder des Bundestags haben sich im Rahmen der „Informationswochen Integrationsfirmen“ der Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen (bag if) zu einem Besuch in einem der rund 800 deutschen Integrationsunternehmen angekündigt.

Die Abgeordneten werden zwischen dem 14. und 25. September Integrationsunternehmen in ihren Wahlkreisen besuchen, um sich vor Ort über das inklusive Unternehmensmodell zu informieren.

Es handelt sich um eine bundesweit einzigartige Kampagne der bag if, die von den behindertenpolitischen Sprechern aller Bundestagsfraktionen unterstützt und teilweise von den Landesbehindertenbeauftragten begleitet wird.

Zu Gast beim Hohenloher Integrationsunternehmen (HIU) in Krautheim war am 16. September die Bundestagsabgeordnete Annette Sawade, SPD. „Das Krautheimer HIU ist bestes Beispiel für gelebte Integration: Menschen mit Behinderung und Menschen mit Immigrationshintergrund haben hier eine festen Arbeitsplatz gefunden. Das hat Leuchtturmfunktion!“ betont Sie.

Das junge Krautheimer Unternehmen ist ein echtes „start up“ mit Integrationshintergrund: seit dem vergangenen Jahr sind in der Wäscherei mit Schneiderei vier Mitarbeiter hier beschäftigt, davon 3 mit Behinderung.

Die Kampagne flankiert eine aktuelle Initiative der Regierungskoalition zur Verbesserung der Beschäftigungssituation von Menschen mit schweren Behinderungen (Bundestagsdrucksache 18/5377).

Die behindertenpolitischen Sprecher der großen Koalition, Uwe Schummer (CDU) und Kerstin Tack (SPD), wollen mit 150 Mio. Euro aus dem Ausgleichsfonds in den nächsten drei Jahren die Anzahl der Arbeitsplätze in Integrationsfirmen nahezu verdoppeln. Integrationsunternehmen übernehmen eine Leuchtturmfunktion in der deutschen Wirtschaft, und können beispielgebend für gelingende Inklusion im allgemeinen Arbeitsmarkt sein.

Sie zeichnen sich dadurch aus, dass mindestens ein Viertel ihrer Belegschaft aus Menschen mit schweren Behinderungen besteht. Sie beschäftigen heute rund 23.000 Menschen in Deutschland in mehr als 800 Unternehmen und Abteilungen. Integrationsunternehmen erbringen seit 30 Jahren den praktischen Beweis, dass sich wirtschaftlicher Erfolg und eine hohe Beschäftigungsquote von Menschen mit schweren Behinderungen nicht ausschließen.

Der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen (bag if), Dr. Fritz Baur, unterstreicht das gute Verhältnis zur Politik: „Wir freuen uns sehr, dass unsere Informationskampagne auf derart großes Interesse stößt. Wir pflegen seit jeher ein vertrauensvolles Verhältnis zu Abgeordneten aller Parteien und arbeiten in den verschiedensten Gremien mit ihnen zusammen.

Dennoch ist dies eine besondere Gelegenheit, um sie vor Ort von unserer Arbeit zu überzeugen und ihnen den außergewöhnlichen Charakter von Integrationsunternehmen näherzubringen.“