25.09.2020 09:46 Alter: 33 Tage

Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention geht in die Umsetzung

Von: ak
Zwei Männer mit dem Aktionsplan in Salzgitter

Stadtrat Dr. Dirk Härdrich und Hans-Werner Eisfeld, Vorsitzender des Beirates für Menschen mit Behinderungen bei der Übergabe des Aktionsplanes

Die Erstellung des Aktionsplanes geht auf einen Beschluss des Rates der Stadt Salzgitter zurück. Basis dafür bildet das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, dass auch die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2009 ratifiziert hat. Kern dieses Übereinkommens ist das uneingeschränkte und selbstverständliche Recht von Menschen mit Behinderungen auf Teilhabe.

Der Aktionsplan wurde von der Stadtverwaltung Salzgitter in enger Zusammenarbeit mit dem Beirat für Menschen mit Behinderungen und den Fraktionen des Rates erarbeitet. Er soll eine Zielvorgabe zu einer Stadt sein, in der alle gleichberechtigt miteinander leben. Dabei orientiert sich der Aktionsplan an grundlegenden Lebensbereichen wie Bildung und Erziehung, Infrastruktur und Mobilität, Wohnen und Teilhabe, Arbeitswelt oder Kultur und Freizeit. Er hat das Ziel aufzuzeigen, welche Herausforderungen in den Handlungsfeldern bestehen und durch welche Maßnahmen die UN-Behindertenrechtskonvention in Salzgitter schrittweise umgesetzt werden können.

In Projektgruppen wurde dazu ein Maßnahmenkatalog von insgesamt 68 Maßnahmen erstellt, der teilweise schon in der Umsetzung ist. Hier einige Beispiele:'

  • - Erstellung eines Leitsystems für öffentliche Gebäude (barrierefreie Infotafel),
  • - Erstellung eines Anforderungsprofiles für barrierefreie Wohnungen,
  • - Zuschüsse an Vereine beim Nachweis inklusiver Angebote und
  • - Barrierefreie Gestaltung des Internetauftrittes der Stadt sowie von Broschüren.

Dazu betont Sozialdezernent Dr. Dirk Härdrich bei der Übergabe des Aktionsplanes bei der Sitzung des Beirates für Menschen mit Behinderung: „In unserer offenen und bunten Stadt leben etwa 10.000 Menschen mit Behinderungen. Wir wollen mit dem Aktionsplan deren Chancen deutlich verbessern, in allen Bereichen am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.“

Interessierte können den Aktionsplan über den Behindertenbeauftragten der Stadt Salzgitter, Frank Schimkat, in Papierform anfordern (per E-Mail: behindertenbeauftragter@stadt.salzgitter.de oder telefonisch unter 05341/839-3692). Ebenfalls ist dieser digital auf der Opens external link in new windowInternetseite der Stadt unter verfügbar. Über die genannten Kontaktdaten können sich auch Menschen melden, die an der Umsetzung des Aktionsplans mitwirken möchten oder eine Idee zur Umsetzung haben.