15.10.2019 14:53 Alter: 31 Tage

Workshop Mobilitäts-Scouts Oktober 2019

Kategorie: Oktober 2019

Gruppenfoto mit den Teilnehmer/innen des Workshops

Mit der Einführung der 1. Stufe der Barrierefreiheit (01.01.2016) hat die Meldestelle für barrierefreie Fernlinienbusse Mobilitäts-Scouts im Einsatz. Diese prüfen auf Testfahrten die Barrierefreiheit der Fernlinienbusse und der Fernbusbahnhöfe.

Um für die Testfahrt gut vorbereitet zu sein, werden die Scouts in Workshops geschult. Vom 10. – 13. Oktober fand nun bereits der 7. Workshop in Behringen (Thüringen) statt in einer diesmal kleinen Gruppe von insgesamt 7 Menschen mit unterschiedlichsten Mobilitätseinschränkungen aus dem ganzen Bundesgebiet. Ziel des Workshops war es, den Teilnehmenden zunächst einen Überblick über das Thema Barrierefreiheit, vor allem in Bezug auf Fernlinienbusse, zu geben. Um den Teilnehmenden in praktischen Übungen mehr Sicherheit z.B. beim Ein- und Aussteigen zu geben, konnte dies an einem 17-Sitzer-Bus mit Rollstuhllift getestet werden. Hier geht ein besonderer Dank an Peer Maßmann, BSK-Bereich Selbsthilfe Körperbehinderter Hannover und Umgebung e.V., der diesen Bus für den Workshop zur Verfügung gestellt hat. Es wurden nicht nur die verschiebbaren und herausnehmbaren Sitze vorgeführt, vielmehr wurde auch das richtige Sichern des Rollstuhls und des Rollstuhlnutzers in praktischen Übungen erprobt. Besonders für Volker aus Bremen, Mobi-Scout, war dies ein neues Erlebnis. „Aufgrund meiner Sehbehinderung kann ich nicht sehen, wie ein Rollstuhl richtig gesichert werden muss. Für mich war es sehr interessant, dass Sicherungssystem fühlen zu können. Nun kann ich mir besser vorstellen, wie ein Rollstuhl sowie Rollstuhlnutzer/in gesichert werden sollte.“, so Volker.

Neben dem praktischen Teil wurden die Teilnehmenden geschult, wie eine Testfahrt abläuft und auf was genau geachtet werden muss. Dabei spielt nicht nur die Barrierefreiheit im Fernlinienbus eine Rolle, sondern auch die gesamte Reisekette wie z.B. das Buchen des Tickets, die An- und Abfahrt und der Busbahnhof. Denn nur wenn die gesamte Reisekette barrierefrei ist, kann der Fernlinienbus auch barrierefrei genutzt werden. Die Besichtigung einer Bushaltestelle vor Ort war ebenfalls Teil des Workshops. Die Teilnehmenden sollten hier die Aspekte der Barrierefreiheit erarbeiten wie z.B. die Zugänglichkeit der Haltestelle.

Auch Mobi-Scouts, die bereits im Einsatz für die Meldestelle sind, waren beim Workshop dabei und haben von ihren bereits durchgeführten Testfahrten berichtet, sodass die Teilnehmenden einen kleinen Einblick in die Arbeit als Mobi-Scout bekommen konnten.

Insgesamt war der Workshop geprägt von zahlreichen, interessanten Informationen und einem regen Austausch unter den Teilnehmern. „Die zukünftigen Mobi-Scouts sind nach diesem Workshop nun gut auf ihre ersten Testfahrten vorbereitet.“, so Julia Walter, Mitarbeiterin der Meldestelle für barrierefreie Fernlinienbusse und Leiterin des Workshops.