18.06.2019 09:14 Alter: 126 Tage

Workshop Mobilitäts-Scouts Juni 2019

Kategorie: Juni 2019
Von: Peter Reichert
Gruppenfoto mit Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern vor dem Flixbus

Gruppenfoto der Teilnehmer/innen des Workshops vor dem FlixBus. Foto: FlixBus

Mit der Einführung der 1. Stufe der Barrierefreiheit (01.01.2016) hat die Meldestelle für barrierefreie Fernlinienbusse Mobilitäts-Scouts im Einsatz. Diese prüfen auf Testfahrten die Barrierefreiheit der Fernlinienbusse und der Fernbusbahnhöfe. Um für die Testfahrt gut vorbereitet zu sein, werden die Scouts in einem Workshop geschult.

Dieser fand vom 13. – 16. Juni in Berlin statt. Insgesamt 15 Menschen mit unterschiedlichsten Mobilitätseinschränkungen aus dem ganzen Bundesgebiet nahmen teil. Ziel des Workshops war es, den Teilnehmern zunächst einen Überblick über das Thema Barrierefreiheit, vor allem in Bezug auf Fernlinienbusse, zu geben.

Hier geht ein besonderer Dank an FlixBus, die für diesen Workshop einen barrierefreien Fernlinienbus zur Verfügung gestellt haben, welchen die Teilnehmenden in praktischen Übungen anschauen und testen konnten. „Das Ausprobieren am Bus ist für unsere Tester sehr wichtig. Viele kennen einen Fernlinienbus nur von außen und haben sich bisher nicht getraut, damit zu reisen, weil sie nicht wussten, was genau auf sie zukommen wird.“, so Julia Walter, Mitarbeiterin der Meldestelle für barrierefreie Fernlinienbusse und Workshop-Leiterin. „Hier im Workshop können die Teilnehmenden ganz entspannt und in Ruhe, das Ein- und Aussteigen üben und so selbstsicherer werden.“, ergänzt Ulrike Boppel, Mitarbeiterin der Meldestelle für barrierefreie Fernlinienbusse und Workshop-Leiterin.

„Ich bin viel sicherer geworden und weiß nun, was auf mich zukommen wird, wenn ich mit dem Fernlinienbus verreise.“, so Heike, Teilnehmerin des Workshops. Neben dem praktischen Teil wurden die Teilnehmenden geschult, wie eine Testfahrt abläuft und auf was genau geachtet werden muss. Dabei spielt nicht nur die Barrierefreiheit im Fernlinienbus eine Rolle, sondern auch die gesamte Reisekette wie z.B. das Buchen des Tickets, die An- und Abfahrt und der Busbahnhof. Denn nur wenn die gesamte Reisekette barrierefrei ist, kann der Fernlinienbus auch barrierefrei genutzt werden.

Auch Mobi-Scouts, die bereits im Einsatz für die Meldestelle sind, waren mit dabei und haben von ihren bereits durchgeführten Testfahrten berichtet, sodass die Teilnehmenden einen kleinen Einblick in die Arbeit als Mobi-Scout bekommen konnten.

Volker aus Bremen ist dafür extra nach Berlin gereist. Er war einer der ersten Mobi-Scouts, der für die Meldestelle im Einsatz war und hat schon zusammen mit seinem Blindenhund Merlin um die 40 Test-Fahrten gemacht. Insgesamt war der Workshop geprägt von zahlreichen, interessanten Informationen und einem regen Austausch unter den Teilnehmern.

Die zukünftigen Mobi-Scouts sind nach diesem Workshop nun gut auf ihre ersten Testfahrten vorbereitet.