04.12.2018 07:45 Alter: 15 Tage

Spendentipps zum 1. Advent

Kategorie: Dezember 2018
Von: Peter Reichert

DZI Spendenmagazin 2018 neu erschienen / Die 7 wichtigsten Spendentipps stark nachgefragt

Zum Beginn des Advents, der wichtigsten Spendenzeit im Jahr, hat das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) jetzt sein Spendenmagazin 2018 veröffentlicht. Das 32-seitige Magazin trägt mit Artikeln, Infografiken und der übersichtlichen Liste aller Spenden-Siegel-Organisationen dazu bei, Menschen zum Spenden zu motivieren und ihnen Orientierung zu geben. Es macht anhand vieler konkreter Beispiele sichtbar, wie spendenfinanzierte Hilfen wirksam werden, auch der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. trägt dieses Spenden Siegel.

Das Spendenmagazin 2018 liegt in dieser Woche in einer Gesamtauflage von 300.000 Exemplaren großen Teilen der FAZ, Süddeutschen Zeitung, des Handelsblatts, der WELT und der Berliner Morgenpost bei. Das Heft kann auch kostenlos beim DZI bestellt werden und liegt in den meisten Beratungsstellen der Verbraucherzentralen bundesweit zur Mitnahme bereit. Die E-Paper-Version und die PDF-Datei sind auf der DZI-Website abrufbar. „Spenden ist Vertrauenssache. Das DZI hilft Spenderinnen und Spendern mit seinen Empfehlungen, Warnungen und konkreten Tipps dabei, vertrauenswürdige Organisationen zu erkennen. Besonders häufig werden unsere sieben wichtigsten Spendentipps nachgefragt“, sagt Burkhard Wilke, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des DZI. Das unabhängige, unter anderem durch das Bundesfamilienministerium und das Land Berlin getragene und mitfinanzierte DZI hat vor wenigen Wochen sein 125-jähriges Bestehen gefeiert.

Am 27. November 2018 wird in Deutschland zum vierten Mal der GivingTuesday ausgerufen, als Tag zum Helfen, Schenken, Spenden und Teilen. Gemeinnützige Organisationen wollen damit einen Gegenpol schaffen zum „Black Friday“ und „Cyber Monday“, den konsumorientierten Aktionen rund um das vor allem in Nordamerika als Familienfest zelebrierte Thanksgiving.

Pressekontakt: Burkhard Wilke, Geschäftsführer und Wissenschaftlicher Leiter Tel. 030-839001-11 und 0176-8410 5240

Anlagen: Die 7 wichtigsten DZI-Spendentipps, Allgemeine Informationen zum DZI

 

Die 7 wichtigsten DZI-Spendentipps

1. Dem Herzen folgen

Spenden Sie für Themen, die Ihnen persönlich nahe sind, oder setzen Sie sich mit Freunden oder der Familie zusammen und entscheiden gemeinsam. So fällt Ihnen die Entscheidung leichter und wird sicherer.

2. Gezielt spenden

Konzentrieren Sie Ihre Spenden auf wenige Organisationen. Das erleichtert Ihnen die Seriositätsprüfung und mindert den Werbe- und Verwaltungsaufwand der Organisationen. Wer vielen Hilfswerken spendet, wird von all diesen Organisationen als „aktiver Spender“ registriert und umso mehr Werbung erhalten.

3. Vertrauen ist unersetzlich

Spenden Sie einerseits Organisationen und Initiativen, die sie persönlich kennen und denen Sie deshalb vertrauen. Bei Hilfswerken, die Sie nicht selbst beurteilen können: Achten Sie auf das DZI Spenden-Siegel als Zeichen des Vertrauens, und nutzen Sie auch die anderen Auskünfte der DZI Spenderberatung, besonders auch die Warnungen auf www.dzi.de in der Rubrik „Das DZI rät ab“.

4. Spenden vertragen keinen Druck

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – weder durch aufdringlich auftretende Werber an der Haustür oder auf der Straße, noch durch zu emotionale Spendenbriefe. Denn Spenden und Fördermitgliedschaften sind freiwillige Gaben, zu denen niemand überredet oder genötigt werden sollte. Stark Mitleid erweckende und gefühlsbetonte Werbung ist ein Kennzeichen unseriöser Organisationen.

5. Informiert spenden

Spenden Sie überlegt, nicht impulsiv. Informieren Sie sich auf den Webseiten der Organisationen. Wenn Sie es besonders genau wissen wollen: Lesen Sie die Jahresberichte und Projektbeschreibungen. Die Gremien sollten dort namentlich aufgeführt, die Finanzen klar und detailliert offengelegt werden. Fotos sollten eindeutig erkennen lassen, wer abgebildet ist und in welchem konkreten Zusammenhang das Bild zur Arbeit der Organisation steht.

6. Geldspenden sind besser als Sachspenden

Geld kann von den Hilfswerken flexibler und effizienter eingesetzt werden als Sachspenden. Teure Transportwege entfallen, viele Produkte können billiger vor Ort gekauft werden und stärken außerdem die Wirtschaft am Zielort. Sachspenden sind dann empfehlenswert, wenn seriöse Organisationen (z.B. lokale Kleiderkammern) gezielt um sie bitten.

7. Der „Königsweg“ des Spendens: die freie Spende!

Zweckgebundene Spenden sollten die Ausnahme bleiben. Sie sind nur als Ergänzung, nicht als Ersatz ungebundener Spenden sinnvoll. Denn sie engen den Entscheidungsspielraum der Hilfswerke stark ein, verursachen zusätzlichen Verwaltungs- und Werbeaufwand und benachteiligen für zweckgebundene Werbung nicht geeignete Hilfszwecke.

 

Allgemeine Informationen zum DZI

Das 1893 gegründete Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) ist ein unabhängiges wissenschaftliches Dokumentationszentrum für die Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit und das Spendenwesen. Als Stiftung bürgerlichen Rechts wird es getragen vom Senat von Berlin, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag, dem Deutschen Städtetag und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. Finanziert wird das Institut zu etwa gleichen Teilen aus öffentlichen Zuwendungen (Land Berlin, Bundesfamilienministerium, Bundesentwicklungsministerium) und aus eigenen Einnahmen.

Die öffentliche Bibliothek, die von über 200 Hochschulen abonnierte Literaturdatenbank DZI SoLit und die Fachzeitschrift Soziale Arbeit des DZI sind in der Wissenschaft, Ausbildung und Praxis der Sozialen Arbeit und Sozialpädagogik hoch angesehene Informationsquellen, die wesentlich zu einer qualitativ hochwertigen Ausbildung, Forschung und Berufspraxis in den sozialen Berufsfeldern beitragen.

Seit seiner Gründung dokumentiert das DZI Spenden sammelnde Organisationen. Die DZI Spenderberatung ist praktischer Verbraucherschutz für Spendende. Sie ist die anerkannte Prüfinstanz, die unabhängig und kompetent das Geschäftsgebaren von Hilfsorganisationen bewertet. Mit ihren Empfehlungen gibt sie den Spendenden und der Öffentlichkeit Sicherheit, mit ihrer Kritik warnt sie vor Missständen und schwarzen Schafen. Die Spenderberatung dokumentiert derzeit 1.200 Organisationen vor allem aus den Bereichen Soziales, Umwelt und Naturschutz. Neben positiven und neutralen Auskünften veröffentlicht das DZI auf seiner Webseite unter der Rubrik „Das DZI rät ab“ auch negative Einschätzungen und Warnungen zu konkret benannten Organisationen. Als Mitglied im International Committee on Fundraising Organizations (ICFO) erkennt das DZI dessen anspruchsvolle Grundsätze für die Prüfung von Spendenorganisationen an.

Seit 1992 vergibt das DZI im Rahmen der Spenderberatung auf Antrag und nach umfassender Prüfung das Spenden-Siegel an gemeinnützige, Spenden sammelnde Organisationen. Die Prüfungen werden beim DZI von acht wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt, mit überwiegend wirtschaftswissenschaftlichem Hochschulabschluss. Sie werden von drei Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern unterstützt werden. Gegenwärtig tragen 231 Organisationen das DZI SpendenSiegel, mit einem jährlichen Spendenvolumen von 1,4 Mrd. Euro und Gesamteinnahmen von rund 4,5 Mrd. Euro. Die Organisationen beschäftigen im In- und Ausland rund 49.000 Hauptamtliche und 100.000 Ehrenamtliche.