10.10.2018 13:15 Alter: 14 Tage

125 Jahre DZI – Orientierung und Vertrauen

Kategorie: Oktober 2018
Von: Peter Reichert

Steinmeier, Schäuble und Müller danken dem Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen - auch der BSK ist Träger des Deutschen Spendensiegels

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) feiert am 15. Oktober mit einem Festakt in Berlin sein 125-jähriges Bestehen. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales des Landes Berlin werden die Veranstaltung mit ihren Grußworten eröffnen.

Thomas Gebauer, Geschäftsführer der Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international e.V., hält die Festrede und will sich darin kritisch mit der Praxis des Helfens auseinandersetzen. Er hat hierzu vor wenigen Wochen zusammen mit dem Schriftsteller und Verleger Ilija Trojanow ein Buch veröffentlicht.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte die Arbeit des DZI bereits im Vorfeld der Festveranstaltung in einem Grußwort für die Jubiläumsfestschrift: „Mit der Spenderberatung gibt das Institut den Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland heute etwas, das in diesen schnelllebigen Zeiten besonders kostbar ist: Orientierung“, hebt der Bundespräsident hervor.

Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble betont in seinem schriftlichen Glückwunsch an das DZI unter anderem die Bedeutung des 1992 eingeführten Spenden-Siegels: Das DZI sei „die anerkannte Prüfinstanz, die unabhängig und kompetent Transparenz im deutschen Spendenwesen herstellt. Mehr noch: die weit darüber hinaus das Vertrauen in den gemeinnützigen Sektor und die Spendenorganisationen fördert“, unterstreicht der Bundestagspräsident.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller schreibt in seinem Grußwort für die Festschrift: „Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) unterstützt schon seit 125 Jahren diejenigen, die solidarisch denken und handeln. Mit seinen Arbeitsbereichen Soziale Literatur und Spenderberatung ist es für Fachleute und die allgemeine Öffentlichkeit eine unverzichtbare Anlaufstelle. (…) Ich bin froh, dass diese wichtige Institution in unserer Stadt beheimatet ist.“

„Wir möchten unser Jubiläum zum Rückblick auf einzelne Abschnitte der bisherigen Entwicklung des DZI nutzen, vor allem aber dazu, unsere Arbeit und unsere Themen in der Gegenwart und für die Zukunft zu reflektieren“, sagt Prof. Ingrid Stahmer, die Vorsitzende des Vorstands der Stiftung DZI.

Am 15. Oktober wird als Festschrift die Anthologie „125 Jahre DZI. Von der Armenpflege zum Sozialstaat und zur Zivilgesellschaft“ veröffentlicht, die in den vergangenen zweieinhalb Jahren von renommierten Autorinnen und Autoren erarbeitet worden ist.