13.09.2018 13:38 Alter: 344 Tage

Prävention und Reha vor Rente – wie sieht die Praxis aus?

Kategorie: September 2018
Von: Peter Reichert

Online-Diskussion mit Experten

In den letzten Jahren hat der Gesetzgeber Leistungen der Vor- und Nachsorge sowie der medizinischen Rehabilitation gestärkt. Menschen sollen darin unterstützt werden, so lange wie möglich am Erwerbsleben teilzuhaben – auch bei gesundheitlichen Einschränkungen oder mit Behinderung.

Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) ruft Interessierte dazu auf, Fragen hierzu gemeinsam mit Expertinnen und Experten zu klären. Ab 17. September 2018 startet die Online-Diskussion. Nach aktuellen Statistiken scheidet jeder zweite Erwerbstätige vorzeitig aus dem Arbeitsleben aus; jeder Siebte davon aufgrund von Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder Schwerbehinderung.

Dabei gilt im Sozialrecht der Grundsatz „Prävention und Reha vor Rente“: Gesetzlich Versicherte sollen bei einer Krankheit oder (im Vorfeld) einer Behinderung Vorsorge- und Reha-Maßnahmen erhalten, damit sie länger erwerbsfähig bleiben können. Erst wenn solche Maßnahmen nicht mehr helfen, ist eine Frührente angezeigt. Wie sind die Erfahrungen damit?

Die Online-Diskussion der DVfR befasst sich damit, wie neuere Regelungen zu Prävention, Reha und Nachsorge u. a. nach dem Flexirentengesetz und dem Bundesteilhabegesetz umgesetzt werden.

Dazu gehört auch das Bundesprogramm rehapro, das innovative Modellvorhaben fördert, um bestimmten Zielgruppen den Zugang zu Reha zu erleichtern, etwa Kindern und Jugendlichen, Menschen, die Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten, und Menschen mit psychischen Erkrankungen – die größte Gruppe der Erwerbsminderungsrentner.

Das Forum unter fma.reha-recht.de ist vom 17. September bis 10. Oktober 2018 für das Thema „Prävention und medizinische Reha zur Sicherung von Erwerbsteilhabe“ freigeschaltet. Interessierte können sich anmelden, Fragen stellen und Beiträge schreiben.