19.05.2017 10:37 Alter: 4 Jahre

Jahresempfang bei Verena Bentele

Kategorie: Mai 2017
Von: Andrea Fabris

Gerwin Matysiak in regem Gespräch mit Hubert Hüppe

Es ist schon eine großartige Sache, so ein Jahresempfang. Und der bei der Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen Verena Bentele auf alle Fälle. Immerhin war schon die Bundeskanzlerin höchstpersönlich für ein Grußwort dabei. In diesem Jahr dann sprach das Grußwort der frischgebackene Bundespräsident Frank Walter Steinmeier im Café Moskau in Berlin. Und er hatte viel zu sagen über Inklusion. Er warb dafür, dass "möglichst viele bei der Inklusion mitmachen und selbst erleben, dass Offenheit und Toleranz zu einem besseren Miteinander führen, von dem alle etwas haben."


Aber er sprach auch davon, dass der gesellschaftliche Wandel sich nicht von heute auf morgen verwirklichen lässt, „sondern nur durch schrittweise Reformen und beharrliches Engagement.“


„Deshalb ist es wichtig, dass wir klarmachen: Inklusion ist, trotz des sperrigen Begriffs, kein Thema nur für Experten. Jede und jeder kann in seinem Umfeld einen Beitrag leisten.“, so Steinmeier. Der Bundespräsident dankte allen, die der Inklusion Gesicht und Stimme geben, hier im Saal und im ganzen Land, allen, die sich beruflich oder ehrenamtlich für ein gleichberechtigtes Miteinander einsetzen: "Sie sind es, die Verantwortung leben und Verständnis fördern. Sie bringen unsere Gesellschaft voran."


Nach der Eröffnungsrede des Bundespräsidenten dankte Frau Bentele allen für ihr kommen und mahnte aber auch an den pauschalen Wahlrechtsausschluss abzuschaffen: „Bürger in diesem Land zu sein, das bedeutet auch ein Wahlrecht zu haben, es gibt nichts Elementareres in einer Demokratie." Als weitere Forderung nannte sie die Verpflichtung der Privatwirtschaft zur Barrierefreiheit. Produkte und Dienstleistungen müssen barrierefrei gestaltet werden, damit alle Menschen teilhaben können.


„Es ging eine starke Signalwirkung von den Worten von Herrn Steinmeier aus“, ist sich Gerwin Matysiak sicher. Ein Plus bei dieser Veranstaltung sind immer wieder die „entspannten Gespräche mit den Politikern. Da erfährt man das eine oder andere und kann seine Themen in Ruhe anbringen“, so Matysiak.