24.02.2017 11:12 Alter: 4 Jahre

Pflegegrade und Krankentransport zur ambulanten Behandlung

Kategorie: Februar 2017
Von: Peter Reichert

Beitrag vom BSK-Fachteam Gesundheit

Bis zum 31. Dezember 2016 wurden für Versicherte die Kosten für Fahrten zu ambulanten Behandlungen in besonderen Ausnahmefällen bei einer medizinischen Notwendigkeit unter anderem bei Vorliegen der Pflegestufe 2 oder 3 nach vorheriger Genehmigung von den Krankenkassen übernommen.

Durch die Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade zum 1. Januar 2017 hat sich daran wenig geändert. Die für die Ärzte verbindliche Krankentransport-Richtlinie muss jedoch angepasst werden. Die Genehmigung der Änderung steht noch aus.

Seit 1. Januar diesen Jahres gibt es statt der Pflegestufen nun Pflegegrade. Die Überleitungsregeln sehen vor, Pflegebedürftige mit körperlichen Einschränkungen grundsätzlich in den nächsthöheren Pflegegrad und Pflegebedürftige mit einer erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz in den übernächsten Pflegegrad überzuleiten.

Krankenfahrten zur ambulanten Behandlung können nun ab dem Pflegegrad 3 verordnet und genehmigt werden. Die für die Übernahme der Fahrkosten notwendige Einschränkung der Mobilität kann jedoch nicht automatisch aus dem Pflegegrad 3 abgeleitet werden. Sie muss gesondert ärztlich festgestellt und bescheinigt werden. Dies gilt nicht für die Pflegegrade 4 und 5. Alle Versicherten, die bis zum 31. Dezember 2016 aufgrund der Einstufung in die Pflegestufe 2 einen Anspruch auf Fahrkostenübernahme durch ihre Krankenkasse hatten, genießen Bestandsschutz.

Für diese Versicherten ist eine zusätzlich ärztlich festgestellte und bescheinigte Einschränkung ihrer Mobilität nicht notwendig, solange sie mindestens in den Pflegegrad 3 eingestuft sind.