Parade der Vielfalt - 5. Mai-Aktionen in Dresden und Chemnitz

(LSKS/kv/SMWK) Am 05.05.2018 fand die Parade der Vielfalt statt – diesmal gleich in zwei Städten: zunächst in der „Ursprungsstadt“ Dresden und nachmittags in Chemnitz. Ziel der alljährlichen Parade ist es auf die Situation der Menschen mit Behinderungen aufmerksam und entsprechende Forderungen deutlich zu machen, um die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft zu erreichen.

Ein besonderer Schwerpunkt war diesmal die barrierefreie Mobilität – aus aktuellem Anlass: Dem Bahnsteighöhenkonzept der Deutschen Bahn, das eine Erhöhung der Bahnsteige auf 76 cm vorsieht und damit die bislang erreichte Barrierfreiheit im Nahverkehr (SPNV) zunichtemachen könnte.

Dagegen stellen sich die teilnehmenden Verbände und das Projekt „ÖPNV/SPNV für alle“ beim Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen. Start der Parade war am Dresdner Postplatz. Hier versammelten sich hunderte Menschen mit und ohne Mobilitätseinschränkung.

Dr. Peter Münzberg, Beauftragter des Projektes „ÖPNV/SPNV für alle“ richtete dabei folgende Worte an die versammelte Menge: Opens external link in new windowLINK

Aktionstag in Göttingen unter dem Motto "Inklusion von Anfang an"

Am 08.05.18 war es wieder soweit: Im Rahmen des jährlichen Göttinger Aktionstags für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung sind wir wieder gemeinsam auf die Straße gegangen. Dieses Jahr haben wir uns vom Aktion-Mensch-Motto "Inklusion von Anfang an" inhaltlich ein wenig abgekoppelt - unser Motto war "barrierefrei unterwegs".

Die Fusion der Altkreise Göttingen und Osterode zum Riesen-Landkreis Göttingen bedeutet eine große Herausforderung für die Schaffung einer barrierefreien Infrastruktur in den ländlichen Gebieten. Insgesamt 250 Teilnehmer wollten nicht tatenlos zusehen, wie in Göttingen zwar nennenswerte Fortschritte im barrierefreien Ausbau des Nahverkehrs erzielt werden, weite Teile der Landbevölkerung mit Beeinträchtigungen aber vergessen und abgehängt werden.

Das Ergebnis war ein bunter Protest, ausgehend von einem Sternmarsch von drei Punkten (Neues Rathaus, Bahnhof, Audimax) zum Gänseliesel, wo dann gegen 15:30h eine Kundgebung gehalten wurde. Der Moderatorin Britta Engelhardt vom Verein "Persönliches Budget Göttingen e.V." standen u.a. der Göttinger Schuldezernent Siegfried Lieske, die stellvertretende Landrätin Maria Gerl-Plein, der Mobilitatsmanager des Zweckverbands Südniedersachsen, Markus Menge sowie die Sprecherin der Göttinger Verkehrsbetriebe, Stephanie Gallinat-Mecke, Rede und Antwort.

Kathrin Lux (Diversity Management) und Katrin Gehrke (Schwerbehindertenvertretung) berichteten vom Stand der Barrierefreiheit in der Universität. Claudia Grosse, Beschäftige der Göttinger Werkstätten, fasste die Erfolge und Herausforderungen der kommunalen Initiative "Inklusion Bewegen" zusammen und appellierte an alle Menschen mit Behinderung, sich geschlossen für die Erreichung von Barrierefreiheit und Inklusion einzusetzen.

Unsere Forderungen sowie spannende Bilder zum diesjährigen Aktionstag finden Sie hier: www.inklusives-goettingen.de

SPENDEN  SPENDEN

Helfen Sie durch Ihre Spende.

Jetzt online spenden!


Ihre einmalige Spende ermöglicht unsere Arbeit für Menschen mit Körperbehinderung.

Opens internal link in current windowhier online spenden

Zentrale Veranstaltung in Berlin am 5. Mai

Bei der zentralen Veranstaltung zum Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai in Berlin war auch der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V., BSK, vertreten.

Am Infostand auf dem Breitscheidplatz informierten Gerwin Matysiak, BSK-Bundesvorsitzender, Monika und Ernst-Helmut Matschke vom BSK-Landesverband Berlin, Julia Walter, Andrea Fabris und Ulrike Boppel von der BSK-Geschäftsstelle sowie weitere Mitglieder des BSK und des BSK-Landesverbandes über die Aufgaben.

Zum Auftakt der Veranstaltung zogen rund 700 Demonstranten vom Nollendorfplatz über den Kurfürstendamm zum Breitscheidplatz, wo im Anschluss vom Berliner Behindertenverband eine Podiumsdiskussion mit Bundestagsabgeordneten stattfand.

„In zahlreichen Gesprächen an unserem Infostand konnten wir die Forderungen des BSK nach einer dringend erforderlichen Novellierung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes erläutern“, betonte Andrea Fabris, BSK-Referentin für Gesundheits- und Sozialpolitik.

5. Mai - LV Selbsthilfe Körperbehinderter Saarland e.V. in Saarlouis

Die von der Saarlouiser Seniorenmoderatorin Birgit Cramaro organisierte Veranstaltung war ein voller Erfolg. Über 20 Infostände von Selbsthilfegruppen und Verbänden präsentierten sich auf dem Kleinen Mark. Ein Highlight war die Protestansprache von Dunja Fuhrmann, in der sie mit der Behindertenpolitik abrechnete. 

Die anwesende Sozialministerin Bachmann quittierte ihren Unmut darüber mit Ausreden und Rechtfertigungen.

Hier zur Ansprache: Opens external link in new windowwww.youtube.com/watch?v=KBoO4P5GWPU

Aktionsbündnis „Neuss für Alle“ – Aktionstag 2018 „Arbeitsplätze für Alle!“

Das gemeinsame Aktionsbündnis in Neuss trägt den Namen "Neuss für Alle" und orientiert sich an den zentralen Forderungen der Inklusion. Arbeit sorgt für gesellschaftliche Anerkennung, für ein eigenes Einkommen und schafft Teilhabe.

Wer nicht die Möglichkeit hat zu arbeiten, hat in unserer Gesellschaft einen schwereren Stand, da Arbeit Existenz sichert. Die UN-Behindertenkonvention fordert die Inklusion aller Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft und möchte grundsätzlich keine besonderen Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Dies gilt auch in dem Bereich der Erwerbstätigkeit.

Zu Bedauern ist, dass dies derzeit noch nicht in einem wünschenswerten Rahmen erreicht ist. Menschen mit Behinderung haben noch immer größere Probleme am Arbeitsmarkt teil zu haben, als Menschen ohne Behinderung. Deshalb gibt es zahlreiche Unterstützungsangebote zur Arbeitsplatzvermittlung.

Auch Werkstattangebote und Integrations- betriebe, in denen Menschen mit Behinderung einen ersten Arbeitsplatz finden können, dienen als Unterstützung, damit auch Menschen mit Behinderungen im richtigen Berufsleben Fuß fassen können. Dieses zentrale Thema stand auch am 28.04.2018 im Rahmen des 5. Mai Aktionstages unter dem Motto "Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung" in Neuss im Fokus.

 Es wurden verschiedene Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung vorgestellt, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Behinderung sprachen über ihre Arbeit und Info-Stände zahlreicher Organisationen aus der Behindertenarbeit, die ihre inklusiven Angebote vorstellen, befanden sich vor Ort.

Im Rahmen von Talk-Runden, mit Fachleuten aus diesen Organisationen wurden arbeitsmarktbezogene Unterstützungsangebote vorgestellt. Für Unterhaltung sorgte das "Trio Clara Krum" mit musikalischen Einlagen. Auch für das leibliche Wohl war durch die Bewirtung des Integrationsbetriebes "Paul kocht gGmbH" aus Kaarst, welcher heiße Suppe aus seiner Feinkostküche servierte, gesorgt.

5. Mai Aktion am 28.04.2018 – Lüneburg zieht vor!

Der europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, welcher traditionell am 5. Mai eines jeden Jahres durchgeführt wird, wurde in Lüneburg aus organisatorischen Gründen vom Behindertenbeirat auf den 28. April vorverlegt.

An diesem Tag wurden verschiedene Aktionen für Groß und Klein, der Feuerwehr und Polizei, dem Museum Lüneburg, dem Behindertenbeirat, sowie verschiedener Sozialverbände durchgeführt. Ein besonderes Highlight am Nachmittag war hier das Puppentheater Barbara Grey. Eine Vertretung des BSK war natürlich auch vor Ort. Carina Schmöle-Karst und Cornelia Baumann von der Beratungsstelle PädInklusiv, welche gleichzeitig die BSK Kontaktstelle Lüneburg ist, waren von 9 bis 14 Uhr mit einem Stand in der Fußgängerzone vertreten.

PädInklusiv ist gemäß § 32 SGB IX eine „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatungsstelle (EUTB)“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und versteht sich als ergänzendes Beratungsangebot vor Ort mit dem Focus der Beratung von Familien mit chronisch kranken und behinderten Kindern. Unterstützt wurden die zwei von Frau Sarah Jacob, der 2. Vorsitzenden von Transplant-Kids e.V., einem Selbsthilfeverein für organtransplantierte Kinder.

Ein Eyecatcher um mit Jung und Alt gleichermaßen ins Gespräch zu kommen war eine am Stand platzierte Seifenblasenmaschine. Neben Info-Broschüren des BSK und einem vorläufigen Flyer von PädInklusiv fanden auch zahlreiche Luftballons und Bonbons Absatz bei den Interessierten, zu denen auch einige Eltern behinderter Kinder gehörten. Ob sich deren Interesse an dem neuen Beratungsangebot in Anfragen wiederspiegelt, müsse man nun sehen, so Frau Schmöle-Karst und Frau Baumann.

Rundum sei der Aktionstag ein voller Erfolg gewesen.