Thomas Strobl in Krautheim

(bsk-pr) „Es gibt gewaltige Widerstände innerhalb der Bundesregierung gegen die Kopfpauschale. Ich glaube nicht, dass sie kommt“, bemerkte Thomas Strobl, MdB, bei seinem Besuch am Donnerstag, 11. März 2010, im Eduard-Knoll-Wohnzentrum in Krautheim.

Mit Mitarbeitern und Bewohnern der Krautheimer Einrichtungen des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. diskutierte der Heilbronner Bundestagsabgeordneten und Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg über aktuelle sozialpolitische Themen. Eine Kopfpauschale, wie sie derzeit von der schwarz-gelben Koalition geplant ist, belastet chronische Kranke Menschen und Menschen mit Behinderung über das Maß hinaus.

„Monatlich bleiben uns 94 Euro. Wenn wir von der Regierung neben der Medikamenten-Zuzahlung jetzt auch noch mit einer weiteren Zuzahlung von 8 Euro belastet werden, ist das schlicht weg diskriminierend“, stellt Birgit Gotthardt, Vorsitzende der Bewohnervertretung des Eduard-Knoll-Zentrums fest. Sichtlich überrascht zeigte sich Thomas Strobl von diesen Missständen und ergänzte: „Es kann nicht sein, dass ein Krankenkassen-Direktor auf Kosten der Steuer- und Beitragszahler mehr Gehalt im Monat kassiert, als die Bundeskanzlerin und im Gegenzug betroffene Menschen zur Kasse gebeten werden“. Mit Besorgnis äußerte sich Norman Weyrosta, Geschäftsführer des Eduard-Knoll-Wohnzentrums, zur geplanten Verkürzung der Zivildienstzeit.

„Zivildienstleistende tragen einen großen Teil dazu bei, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung zu verbessern. Eine Verkürzung auf 6 Monate hat drastische Auswirkungen auf die soziale Arbeit“. Dafür hat auch Strobl kein Patentrezept, sieht es aber gleichfalls als sozialstaatliche Aufgabe, mehr Anreize für Freiwilligenarbeit in Deutschland zu schaffen