BSK im Dialog mit Bündnis 90/Die Grünen

Jürgen Milewski begrüßt MdB Ebner

Zu einem Informationsaustausch über aktuelle sozialpolitische Themen besuchten am 26.02.2014 Harald Ebner, MdB, Catherine Kern, Vorstandsmitglied Kreis Hohenlohe und Gudrun Merkle, Mitarbeiterin im Wahlkreisbüro, den Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. in Krautheim.

Jürgen Milewski von der Bewohnervertretung des Eduard-Knoll-Wohnzentrums führte die Gäste zunächst durch das Haus (Foto) und erläuterte die Besonderheiten der Einrichtung.

Im Anschluss daran diskutierten Norman Weyrosta, Geschäftsführer im EKWZ und Ulf-D. Schwarz, Geschäftsstellenleiter beim BSK e.V., mit den Gästen über kommunale und bundespolitische Aufgaben der Behindertenarbeit.

Die Situation beim öffentlichen Personennahverkehr im Hohenlohekreis stand dabei im Mittelpunkt der Unterredung. „Wenn Bewohner unserer Einrichtung von hier aus mit dem Bus nach Bad Mergentheim oder Künzelsau fahren möchten, gibt es keine Garantie, dass ein barrierefreies Fahrzeug an die Haltestelle kommt“, kritisierte Norman Weyrosta die Verkehrspolitik des Nahverkehrsverbundes Hohenlohe, NVH. „Es fehlt die Verbindlichkeit auf Fahrplänen, die den Einsatz von Niederflurbussen für Rollstuhlfahrer regelt und die Berücksichtigung sinnesbehinderter Menschen“, ergänzte Ulf-D. Schwarz.

Für Harald Ebner ist die Zukunft des Öffentlichen Personennahverkehrs auch von der demografischen Entwicklung der Bevölkerung abhängig. „Der Nahverkehr lebt hauptsächlich von der Schülerbeförderung. Es wird deshalb in Zukunft eine große Herausforderung sein, den Status Quo bei den Nahverkehrsbetrieben zu halten“, bemerkte Ebner. Catherine Kern sieht in jeder Verbesserung in Richtung Barrierefreiheit beim ÖPNV Vorteile für eine breite Masse: „Von der Barrierefreiheit profitieren letztendlich alle Menschen“.

Ihre Botschaft an den BSK: „Fordern Sie im Kreisrat vehement Ihr Recht auf Teilhabe ein“.