
(bsk-eh/pr) Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai 2008 finden auch in Niedersachsen wieder zahlreiche Aktionen statt. „Die Bundesregierung hat bereits 2007 die UN-Konvention zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen in New York unterzeichnet, aber bis heute nicht ratifiziert, d.h. die notwendige Zustimmung von Bundestag und Bundesrat dafür eingeholt.“ stellt der Landesbehindertenbeauftragte und BSK-Vorstandsmitglied Karl Finke fest. Damit dies nun endlich geschieht, aber auch um eine breite Bevölkerung auf die wichtigen Inhalte der UN-Konvention für behinderte Menschen aufmerksam zu machen, sammeln an vielen Orten Angehörige von Selbsthilfegruppen und Behindertenverbänden zum 5.Mai Unterschriften.
Auch die BSK-Kontaktstellen Hannover und Pattensen führten jeweils am 26. April und 3. Mai 2008 am Rande der Deutschen Meisterschaften im Badminton für Menschen mit Behinderungen und Rollis 2008 in Laatzen bei Hannover entsprechende Aktionen durch.
„Teilhabe jetzt – Eine Gesellschaft für alle!?“ ist das Motto der bundesweiten Kampagne von und für behinderte Menschen, die von dem Projekt „die Gesellschafter“ der Aktion Mensch unterstützt wird. Nach dem Inkrafttreten des Niedersächsischen Gleichstellungsgesetzes (NGG) Anfang dieses Jahres wurde bereits ein Landesbehindertenbeirat berufen. Jetzt fordern behinderte Menschen in Niedersachsen, auch für die Region Hannover die Einrichtung eines Behindertenbeirates, damit eine direkte Mitsprache bei der Gestaltung ihrer Belange vor Ort gesichert wird.
Die UN-Konvention für behinderte Menschen sieht u. a. vor, dass Barrieren gezielt abgebaut, behinderte Kinder in Regelschulen unterrichtet und behinderten Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen eingeräumt wird.
„Behindert ist man nicht, behindert wird man vielfach auch“, stellt der Landesbehindertenbeauftragte Karl Finke fest. Nicht nur die 6,6 Millionen behinderten Menschen in Deutschland, sondern auch Eltern, die mit dem Kinderwagen unterwegs seien und ältere Menschen würden immer wieder auch auf gesellschaftliche Barrieren stoßen, die es abzubauen gälte.
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