(smbw-kf/bsk-pr) „Mein Ziel ist es, in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein gegenüber all den Menschen zu schaffen, die wegen einer Behinderung im Alltag vor Problemen stehen, die ein Mensch ohne Handicap meist nicht einmal wahrnimmt“, sagte der Beauftragte der Landesregierung für die Belange behinderter Menschen, Staatssekretär Dieter Hillebrand, im Vorfeld der von ihm initiierten Tage der Menschen mit Behinderung in Baden-Württemberg. Im Aktionszeitraum vom 2. bis 8. Mai 2008 werden landesweit in 116 Städten und Gemeinden über 280 vielfältige Veranstaltungen stattfinden.
Wichtig ist dem Landes-Behindertenbeauftragten hinzuschauen. Sich hineinzudenken in die Situation von Menschen mit Behinderungen, um aus der spezifischen Perspektive eines Menschen mit Behinderungen die Welt zu betrachten und zu ergründen, welche Erfordernisse sich hieraus ergeben könnten. Sich zu fragen, wie man seine Möglichkeiten einbringen kann, um für eine gleichberechtigte Teilhabe zu sorgen. „Wichtig ist mir aber auch zu erkennen, dass behinderte Menschen spezifische Lebenserfahrungen und Fähigkeiten haben“, erläuterte Hillebrand. „Von Behinderten lernen“ heißt deshalb beispielsweise ein Projekt, in dem ein Verein dafür sorgt, dass behinderte Sportlerinnen und Sportler als Referenten in Schulen tätig werden. Mittels Rollstuhl-Basketball oder Hindernisparcours mit Augenbinde und Blindenstock sollen Kinder und Jugendliche die Lebenswelten von behinderten Menschen hautnah kennen lernen und Berührungsängste abbauen. Für die breite Öffentlichkeit bleibe der Alltag von Menschen mit Behinderungen oftmals verborgen. Absicht der Tage der Menschen mit Behinderungen in Baden-Württemberg sei es, diesen Alltag möglichst vielen bisher unbeteiligten Bürgerinnen und Bürgern zu erschließen und die notwendige Aufmerksamkeit zu wecken.
„Von der Resonanz bin ich überwältigt. Die Vielzahl und das breite Spektrum der Veranstaltungen sind für mich ein sichtbares Zeichen gelebter Integration“, sagte Hillebrand vor Beginn des Aktionszeitraums. Besonders erfreut zeigte sich Hillebrand über die integrativen Projekte von Kindergärten und Schulen. Es könne nie früh genug sein, sich mit dem Thema zu befassen. „Was kann es Besseres geben, als wenn durch frühe Begegnungen erst gar keine Distanz und keine Barrieren in den Köpfen entstehen?“, zeigte sich der Staatssekretär überzeugt. Hillebrand dankte allen Organisatoren, den Verbänden behinderter Menschen, den Leistungserbringern, den Schulen, den Agenturen für Arbeit, den Kreisen, Städten und Gemeinden sowie allen weiteren Akteuren für die „überwältigenden Leistungen“.
Eine Übersicht über die landesweit rund 280 Veranstaltungen ist im Internet abrufbar unter www.sozialministerium-bw.de
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