
(bsk-pr) Die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ist Thema einer Podiumsdiskussion am Freitag, 25. April, um 15.30 Uhr im Eduard-Knoll-Wohnzentrum in Krautheim.
SWR-Redakteur Jens Nising moderiert die Gesprächsrunde mit EU-Politikern, kommunalen Entscheidungsträgern, den ÖPNV-Vertretern und betroffenen Menschen aus dem Hohenlohekreis.
Ziel der Veranstaltung, die vom Eduard-Knoll-Wohnzentrum in Krautheim organisiert wird, soll eine Lösung des Beförderungsproblems sein, bei der die Ansprüche und Wünsche von Menschen mit Mobilitätsproblemen, dazu zählen neben Rollstuhlbenutzern auch Eltern mit Kinderwagen, im Hohenlohekreis berücksichtigt werden.
Mit der Umsetzung der EU-Richtlinie (2001/85 EG) sind im ÖPNV Fälle aufgetreten, bei denen mehrere Rollstuhlfahrer aufgrund fehlender Sicherheitsanforderungen nicht mitfahren konnten. Die zuständigen Verkehrsbetriebe haben sich lediglich an die Mindestanforderung gehalten, die einen Platz für Rollstuhlbenutzer in Stadtlinienbussen vorsieht.
Der BSK-Bundesverband begrüßt, dass das Verkehrsministerium zwischenzeitlich eine Richtlinie erlassen hat, in der die mehrfache Nutzung barrierefreier Busse deutlich unterstrichen wird. Der BSK fordert, wie in einigen Großstädten umgesetzt, mindestens 2 Rollstuhlfahrerplätze in Bussen. Im Rahmen von Nahverkehrsplänen oder ähnlichen Vereinbarungen muss gewährleistet sein, dass mittelfristig barrierefreie Technik eingesetzt werden muss (Busse und Bahnen). Hierbei ist der jeweils neueste technische Stand i.S. aller mobiltätseingeschränkter Menschen zu nutzen. Der ÖPNV muss für alle Mobilitätseingeschränkte nutzbar sein. Dabei sind fahrzeuggebundene Einstiegshilfen vorrangig einzusetzen. Der Erlass der Richtlinie des Verkehrsministeriums ist ein Schritt in die richtige Richtung. Es wurde erkannt, dass ein barrierefreier ÖPNV von 40 % der Gesamtbevölkerung temporär und von 30 % dauerhaft genutzt wird.
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