Projektgruppe

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Projektgruppe "ÖPNV/SPNV für alle"

Region DD/Ostsachsen/ NOL hat beraten

Projektgruppe zieht Bilanz und verständigt sich zu Schwerpunkten des Jahres 2008

Die Projektgruppe "ÖPNV/SPNV für alle" - Region DD/ Ostsachsen/ NOL berät

(lag sh-mue/bsk-iwi) Am 14.04.2008 hat sich die Teilprojektgruppe "ÖPNV/SPNV für alle" - Region Dresden/ Ostsachsen/ NOL im Rathaus der Landeshauptstadt zu ihrer ersten Beratung im Jahre 2008 getroffen.

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Im Mittelpunkt der Tagesordnung standen Berichte des Projektverantwortlichen zu aktuellen Entwicklungen, insbesondere zur Beförderungen von Fahrgästen im Rollstuhl bzw. mit Elektromobilen sowie Berichte der Verkehrsverbünde VVO und ZVON zu Ergebnissen und Vorhaben, von DB Regio zum konzipierten Informationssystem ISBahn, von DB Station und Service zur Erweiterung der Zugänglichkeit von S-Bahn und schienengebundenem Regionalverkehr, von weiteren Verkehrsunternehmen zum Stand und zu Vorhaben auf dem Gebiet der Barrierefreiheit.

Hier die Schwerpunkte in Kurzfassung:

Die von den Mitgliedern der Teilprojektgruppe gewünschte gesonderte Beratung zum innerstädtischen ÖPNV in der Landeshauptstadt ist eingeführt und im März 2008 erstmalig realisiert worden.

Beratungsergebnisse finden Interessierte auch unter www.interreglife.org

Gemäß der Information des Bundesministeriums für Verkehr ist der durch eine unklare Umsetzung der EU-Busrichtlinie entstandene Ausschluss der Beförderung mehrerer Fahrgäste im Rollstuhl in diesen Verkehrsmitteln aufgehoben.
Unter Beachtung von Gesamt-Fahrgastanzahl und Gepäckmasse können auch mehrere Fahrgäste im Rollstuhl befördert werden, wenn geeignete Stellpätze zur Verfügung stehen und die Beförderungssicherheit u. a. durch mitgeführte Begleitpersonen oder Hilfe durch andere Fahrgäste gewährleistet wird.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) hat diese Regelung bereits umgesetzt. Die weiteren Verkehrsunternehmen im Freistaat Sachsen werden aufgefordert, sich der genannten Verfahrensweise anzuschließen.

Die für Dresden getroffene Regelung, dass Fahrgäste in Elektromobilen (Seniorenfahrzeuge, Elektroscooter) Niederflur-Stadtbahnen und -busse von und zu barrierefrei gestalteten Haltestellen (Bordkantenhöhe über Fahrbahn im Haltebereich bei Strab 23 cm, bei Bus 20 cm) nutzen können, wird auch anderen Verkehrsunternehmen zur Übernahme empfohlen.

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Ein Ein- und Ausfahren solcher Fahrzeuge über die fahrzeuggebundenen Rampen mit der bis 18 % zulässigen Neigung soll aus Sicherheitsgründen jedoch nicht zugelassen werden.

Empfohlen wird ebenfalls die in Dresden eingeführte Kennzeichnung von Haltestellen, die ein Ein- und Ausfahren in das Verkehrsmittel mit Rollstuhl unter Nutzung der fahrzeuggebundenen Rampen/ Überfahrbrücken wegen zu großer Rampenneigung, zu schmalem bzw. nicht erreichbarem Haltestellenbereich ausschließen.

Der Ausbau der Verknüpfungspunkte SPNV - ÖPNV in den Regionen wird in Sachsen planmäßig weitergeführt.
Fertiggestellt sind im VVO-Bereich u. a. die Verknüpfungspunkte Pirna ZOB, DD-Cossebaude und Ottendorf-Okrilla Süd P+R. 2008 folgen u.a. noch Dürröhrsdorf, Glashütte, Klingenberg-Colmnitz/ Straßenverkehrsanlage, Riesa, Arnsdorf P+R (2. Bauabschnitt).

Für 2009/2010 sind, abhängig von der Finanzierung, weitere Baumaßnahmen u. a. in Langebrück P+R, Bad Schandau (einschl. Übergang zur Elbfähre), Nossen, Neustadt/ Sachsen-West, Pirna Copitz-Nord, Dürröhrsdorf, Weinböhla, Glashütte, Altenberg, Radeberg, Glaubitz P+R und Altenberg geplant.

Längerfristig ist insbesondere durch Neubau eines Haltepunktes im Altstadtbereich eine barrierefreie Lösung für Meißen konzipiert.

Noch nicht absehbar ist der barrierefreie Zugang zur Müglitztalbahn in Heidenau.

Ein vergleichbares Strukturprogramm wird auch im Bereich des Verkehrsverbundes ZVON realisiert. Für 2008 steht u. a. der Ausbau von SPNV-Haltepunkten im Verbundgebiet im Mittelpunkt, wobei die Bahnsteigzugänglichkeit für Fahrgäste im Rollstuhl nur teilweise erreicht wird.
Für den vom Projekt als Schwerpunkt eingeordneten Bahnhof Bautzen werden zurzeit duch ZVON und DB Station & Service keine Lösungen gesehen.

Das Verkehrsunternehmen Regionalverkehr Dresden (RVD) hat mit dem Weißeritzkreis eine Integrationsvereinbarung abgeschlossen, die den schrittweisen Übergang zu einem barrierefreien Busverkehr im Landkreis zum Ziele hat.
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Gegenwärtig sind von den 112 verfügbaren Bussen 79 niederflurig und mit Rampe ausgestattet. Neuanschaffungen werden ausschließlich Niederflurbusse mit Klapprampe sein. Die Initiative zur barrierefreien Gestaltung der Haltestelln wird fortgesetzt.

Im Unternehmen Regiobus Oberlausitz (RBO), das gegenwärtig über 59 NF-Busse, davon 30 mit Rampe bzw. Hebevorrichtung verfügt, wird geprüft, ob für die restlichen 29 Busse anlegbare Rampen beschafft werden können.

Über die Verkehrsverbünde VVO und ZVON soll verstärkt auf die Kommunen eingewirkt werden, dass bei Straßenbaumaßnahmen barrierefreie Bushaltestellen entstehen.

Für den Bereich der Schmalspurbahnen und die Kirnitschtalbahn sind noch Untersuchungen zum barrierefreien Zugang erforderlich. Angeregt wurde eine Lösung wie bei den Harzbahnen, die mittels Hebevorrichtungen den Zugang für rollstuhlgebundene Fahrgäste an ausgewählten Stationen ermöglichen.

An der Realisierung des Auskunftssystems zu barrierefreien Verkehrsverbindungen im VVO wird konzentriert gearbeitet. Dazu wurde u. a. zwischen dem VVO und dem BSK-Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Sachsen e.V. (LSKS) ein Vertrag zur Mitwirkung bei der Erfassung von Umsteigezeiten und zur Systemerprobung abgeschlossen.

Die Realisierung des gemeinsam von der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen e.V. (LAG SH) und von DB Regio konzipierten Informationssystem Bahn (ISBahn)ist zurzeit noch offen. Eine Grundsatzklärung im DB-Konzern wird für Mitte April erwartet. DB Regio wird den Projektverantwortlichen unverzüglich über die getroffene Entscheidung informieren. Danach sind ggf. weitere Aktivitäten einzuleiten.
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DB Station & Service berichtete, dass ab sofort in Görlitz-Hbf eine für den VT 612 geeignete Hebevorrichtung zur Verfügung steht, so dass ab folgender Woche nach Eintrag in die Datenbank der MobiServZentrale für Fahrgäste im Rollstuhl auch der Regionalexpress zwischen Görlitz und Chemnitz (im weiteren Streckenverlauf auch in Nürnberg) nutzbar ist.

In diesem Zusammenhang soll von der Teilprojektgruppe Chemnitz/ Westerzgebirge/ Vogtland gemeinsam mit dem zuständigen Verkehrsverbund (VMS) geprüft werden, ob und unter welchen Bedingungen in Zwickau weiterhin stationäres Bahnhofspersonal zur Verfügung gestellt oder über andere Lösungen für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste Zu-, Aus- bzw. Umsteigehilfe für Fahrzeuge des Typs VT 612 gewährt werden kann.

Für 2009 ist in Görlitz die Erneuerung der Aufzüge vorgesehen, so dass die Bahnsteige nach Abschluss der Maßnahme barrierefrei ohne Hilfe durch Personal erreicht werden können.

In den nächsten Wochen werden alle mit Personal bestückten Bahnhöfe zugleich über stationsgebundene anlegbare Überfahrbrücken verfügen, mit denen das Ein- und Ausfahren mit Rollstuhl in die/ aus den Triebwagen VT 642 und den Doppelstockwagen erleichtert und beschleunigt wird.

Geprüft wird durch DB Station & Service, ob der vorhandene, jedoch seit längerem gesperrte Gleisübergang mit Signaltechnik im Bahnhof Hoyerswerda reaktiviert werden kann.

Im Rahmen der Infrastrukturpläne soll die Neuanlegung bzw. Reaktivierung niveaugleicher Gleisübergänge auch für andere, mit geringem Verkehr belegte Stationen untersucht werden.

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Für den Bahnhof Zittau ist die Bereitstellung von Zu-, Aus- bzw. Umsteighilfe über das DRK in Vorbereitung. Die Anforderung ist jedoch nur durch Anmeldung über die MobiServZentrale möglich.

Der vorgesehene TOP "Barrierefreier ÖPNV in der Stadt Görlitz" musste wegen Nichtteilnahme des Verkehrsverbundes ZVON, des Unternehmens Connex und der Stadtverwaltung Görlitz auf die nächste Projektgruppenberatung vertagt werden.

Informiert wurde u. a. über die landesweite Fachtagung "Barrierefreier öffentlicher Verkehrsraum - ÖPNV/SPNV für alle" am 13.10.2008 im Berufsförderungswerk Dresden (siehe auch Link auf der INTERREG LIFE-Startseite) sowie über die noch erforderliche Berufung je eines Vertreters der mobiltätseingeschränkten Fahrgäste zur Mitarbeit in der ÖPNV/SPNV-Projektgruppe durch die Behindertenbeiräte/ Behindertenbeauftragten der neuen Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Bautzen und Görlitz.

Die Projektgruppe verständigte sich wegen der vorgenannten Fachtagung, im II. Halbjahr keine Beratung durchzuführen. Als Folgetermin wurde Montag, 23.04.2009, 15:30 Uhr (voraussichtlich im Bahnhof Dresden-Neustadt) vereinbart.

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