(lag sh-mue/bsk-iwi) In Übereinstimmung mit dem Projekt "ÖPNV / SPNV für alle" der LAG Selbsthilfe Sachsen e.V. hat die Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) mit der Kennzeichnung von Haltestellen begonnen, an denen zurzeit ein Ein- und Ausfahren von Fahrgästen im Rollstuhl über die fahrzeuggebundenen Rampen auch mit Unterstützung des Fahrpersonals bzw. einer Begleitperson nicht mit der erforderlichen Sicherheit möglich ist.
Die Kennzeichnung erfolgt mit dem hier dargestellten Piktogramm an der Haltestellenstele.
Die betroffenen Haltestellen wurden durch eine Vor-Ort-Besichtigung mit sachkundigen Rollstuhlfahrern ermittelt. Sie sind in INTERREG LIFE bereits seit längerem unter "DVB-Haltestellen, nicht für Rolli geeignet" aufgeführt.
Die Einschränkung ergibt sich daraus, dass an den genannten Haltestellen, zumeist Busstationen im Stadtrandbereich, wegen fehlender oder deutlich zu niedriger Gehwegborde mit den im Fahrzeug mitgeführten Rampen Rampenneigungen größer 18 Prozent entstehen.
Für die Mehrzahl der Rollstühle ist jedoch das Befahren von Neigungen größer als 18 Prozent vom Rollstuhlhersteller in den Technischen Daten ausgeschlossen.
Außerdem kann im genannten Fall die erforderliche Schiebe- bzw. Bremshilfe für ein sicheres Einfahren in bzw. Ausfahren aus dem Verkehrsmittel nicht mit einer hinreichenden Sicherheit gewährleistet werden.
Im vorgenannten Sinne nicht für Fahrgäste im Rollstuhl nutzbar sind weiterhin Haltestellen mit einer Gehwegbreite im Haltebereich deutlich unter 2 Meter bzw. wenn keine barrierefreie Anbindung der Haltestelle an den Straßenbereich besteht.
Das Mitfahren im Verkehrsmittel bzw. das Verlassen des Verkehrsmittels ist an den genannten Haltestellen jedoch möglich, wenn der Fahrgast im Rollstuhl Begleitpersonen mitführt, die ihn ohne Nutzung der Rampe in das Verkehrsmittel hinein bzw. aus dem Verkehrsmittel heraus heben können.
Eine Haftung des Verkehrsunternehmens für ggf. entstehende Personen- oder Sachschäden ist in diesem Falle jedoch ausgeschlossen.
Unabhängig davon wird durch die DVB und die LAG SH Sachsen im Rahmen des Projektes "ÖPNV / SPNV für alle" durch Einflussnahme auf die entsprechenden Fachabteilungen der Landeshauptstadt und der betroffenen Umlandgemeinden versucht, die Anzahl der o. g. Haltstellen schrittweise zu verringern.
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