(er) Bei den in der Pflegereform vorgesehenen Pflegestützpunkten drückt das Bundesgesundheitsministerium (BMG) jetzt aufs Tempo: Vor zwei Wochen erhielt das Kuratorium für Deutsche Altershilfe (KDA) in Köln von dem Ministerium den Auftrag, pro Bundesland einen Modell-Pflegestützpunkt auszuwählen. Hintergrund für den Schnellschuss des BMG dürfte die ablehnende Haltung aus Teilen der Union sein.
In einer "Vorlaufphase" sollen in den ausgewählten Standorten bis zum 30. Juni 2008 Erfahrungen gesammelt werden, damit man, so KDA-Geschäftsführer Klaus Großjohann heute auf Anfrage von FORUM SOZIALSTATION "zum 1. Juli 2008 das Rad nicht neu erfinden müsse". Dabei soll vor allem Wert darauf gelegt werden, dass sowohl Kassen als auch Kommunen mit im Boot sind.
Dem Vernehmen nach stehen sechs der Modellstandorte bereits fest, darunter Dortmund, Bremen und Flensburg. Pro Modellstützpunkt sollen nach Recherchen von FORUM SOZIALSTATION rund 30.000 € fließen. Das KDA habe sich in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der Bertelsmann-Stiftung intensiv mit quartiersbezogenen Konzepten beschäftigt, wie sie auch in der Pflegereform vorgesehen seien, so Großjohann. "Die Idee der Pflegestützpunkte liegt ganz auf unserer Linie." Das Modellvorhaben soll Ende Januar auf einer Fachveranstaltung in Berlin erörtert werden.
FORUM SOZIALSTATION vom 10. Dezember 2007
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