(bsk-pr) Auf Initiative des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) trafen sich am 1. Dezember Verkehrsfachleute und Verbandsvertreter im Berliner Hauptbahnhof zu einem Workshop. Die Teilnehmer waren sich einig, dass der Fernbusverkehr und das Onlineportal der Berliner Linien Bus (BLB) einen möglichst hohen Grad an Barrierefreiheit aufweisen sollten, also für nahezu alle Interessierten zugänglich gestaltet sein sollte. Einigkeit bestand darin, dass die Barrierefreiheit einheitlich geregelt werden soll, um für alle Nutzer die gleichen Voraussetzungen zu schaffen. Die dabei entstehenden Mehrkosten, zum Beispiel für den Einbau von Hebetechniken in Bussen, belaufen sich auf 10 bis 15 Prozent Mehrkosten. Zurzeit bietet allerdings nur ein Bus-Produzent, nämlich Mercedes Evo, diese Technik an; MAN wird im Jahr 2013 mit einem ähnlichen Fahrzeugtyp auf den Markt gehen.
Auch bei der Überarbeitung der neuen BLB-Homepage werden die Hinweise des BITV (Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz) einfließen.
„Wichtigstes Ergebnis ist für uns, dass wir im Austausch mit den Verkehrsexperten das Bewusstsein für Barrierefreiheit und die Belange von Menschen mit Behinderung geweckt haben“, lautet das Fazit von Ulf-D. Schwarz, BSK-Geschäftsstellenleiter.
Ein weiterer Workshop über die Standards im barrierefreien Busverkehr ist im Frühjahr 2012 geplant.
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