Film: Was darf ich werden?

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Film: Was darf ich werden?

TV-Hinweis: Montag 19.9. WDR, 22 Uhr:

Behindert – Was darf ich werden?

Was darf ich werden

(rgg/bsk-pr) Es war ein Durchbruch für behinderte Menschen in Deutschland: Vor zehn Jahren wurde das Sozialgesetzbuch IX geschrieben zur Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen. Es verbrieft auch Menschen mit Behinderungen das Recht auf eine freie Berufswahl. Bekräftigt wird es durch die UN-Behindertenkonvention. Genaue Zahlen gibt es nicht. Experten schätzen aber, dass seitdem eine viel zu geringe Zahl ihren Beruf frei wählen konnte und immer noch automatisch in die Werkstatt für Behinderte geschickt wird. Warum sind es in 10 Jahren nur so wenige? Will niemand die Jugendlichen ausbilden oder gibt es noch weitere Gründe?

Ein Jahr lang hat die story Melanie und Christopher begleitet. Melanie hat das Down Syndrom und möchte gerne in einem Kindergarten in Essen arbeiten. Zurzeit macht hat sie dort einen sogenannten Außenarbeitsplatz der Werkstatt. Der Kindergarten würde sie gerne übernehmen.

Christopher hat Asperger eine Form des Autismus. Sein Wunsch ist es Archivar zu werden und in seinem letzten Schuljahr hat er neben der Förderschule auch mehrere Praktiken gemacht, auch ein Praktikum bei der Stadt Castrop-Rauxel. Mit Erfolg und mit beispielhafter Unterstützung der zuständigen Institutionen. Seine Chancen die Lehrstelle zu bekommen sind gut.

Ganz anders bei Melanie, ihre Mutter und der Kindergarten scheitern immer wieder an der Werkstatt und am zuständigen Sozialhilfeträger, dem Landschaftsverband LVR. Warum? Die Werkstatt bekommt viel Geld für die Behinderten und argumentiert, dass das Geld für die Betreuung  Melanies im Kindergarten weiter berechtigt ist, obwohl der Kindergarten längst die Ausbildung und liebevolle Integration von Melanie übernommen hat.

Die Story zeigt am Beispiel der beiden Jugendlichen, wie sehr ihr Schicksal vom Eigeninteresse der Behindertenwerkstätten  bestimmt wird und  wie groß das Interesse der Werkstätten ist, sich selbst zu erhalten und vor allem die Gelder für die Behinderten, die hier arbeiten. nicht abzugeben.

Die Jugendlichen sind von dem Willen der Institutionen abhängig, die Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft ernst zu nehmen und in die Tat umzusetzen. Der Film wurde von Renate Günther-Greene realisiert. Den Trailer findet man bei you tube unter: http://youtu.be/8AWYV_TKNSY