Elektromobilität

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Elektromobilität

Mobilität barrierefrei und umweltfreundlich?

E-Mobilität Ausstellung

(bsk/ph-pr) Gemeinsam mit den Ankündigungen des Regierungsprogramms zur Elektromobilität findet in Berlin die „11. Challenge Bibendum“ des Michelin-Konzerns statt. Das Thema der Fachveranstaltung für die Automobilindustrie lautet „Gemeinsam für eine nachhaltige Mobilität im Straßenverkehr“. Der Aspekt der Nachhaltigkeit darf jedoch nicht nur auf den Umweltaspekt reduziert werden. Er sollte im gleichen Atemzug mit Barrierefreiheit genannt werden, dass auch Menschen mit Behinderung die Möglichkeit haben, sich umweltfreundlich und individuell fortzubewegen.

Die von der Politik in Aussicht gestellten Fördergelder in Milliardenhöhe dürfen nicht nur für die einseitige Entwicklung von neuen Elektro-Fahrzeugen verwendet werden. Wünschenswert wäre, dass Fördergelder nur dann ausgezahlt werden, wenn auch die Barrierefreiheit in der Forschung mit einbezogen wird. Auf diesem Weg würden sowohl dem Staat als auch den Betroffenen selbst später hohe Kosten für einen Umbau der Fahrzeuge erspart bleiben. Umweltfreundliche Fahrzeuge und barrierefreier Straßenverkehr sind keine Widerspruch. Im Gegenteil, wenn jetzt in der Entwicklung der neuen Technologie gleichzeitig an die Barrierefreiheit gedacht wird, würden sich mit großer Wahrscheinlichkeit Synergieeffekte ergeben. Leider sind bei den bis jetzt bekannten Prestigeobjekten der großen Herstellerfirmen solche Entwicklungen noch nicht zu erkennen.

Besonders im ländlichen Raum wird der Individualverkehr auch in Zukunft eine große Rolle spielen. Gerade Menschen mit Behinderung sind hier darauf angewiesen sich selbstbestimmt fortbewegen zu können, ohne auf Fahrdienste oder ähnliche Hilfen angewiesen zu sein. Ob für alle Zwecke, Stadtverkehr ebenso wie Verkehr im ländlichen Bereich ein Elektroauto die richtige Wahl ist bleibt jedoch abzuwarten, denn der Strom für all diese Fahrzeuge muss ebenfalls erst produziert werden. Dies geschieht in Deutschland jedoch noch immer zum Großteil aus fossiler Energie, die viel CO2 produziert. Hier müssen Nutzen und Preis genau abgewogen werden. Denn Elektromobilität darf nicht nur auf Fahrzeuge mit Elektromotor beschränkt werden. Moderne Fortbewegungsmittel wie neue öffentliche Verkehrssysteme oder Carsharing-Modelle werden in Zukunft selbstverständliche Bestandteile im Bereich der Mobilität sein. Hier ist die Barrierefreiheit umso wichtiger, da diese Verkehrsmittel ebenso von Menschen mit Behinderung genutzt werden müssen.