Verdienstorden für Willi Rudolf

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Verdienstorden für Willi Rudolf

Baden-Württemberg

Verdienstorden für BSK-Landesvorsitzenden Willi Rudolf

Ministerpräsident Stefan Mappus ehrte im Mannheimer Schloss Persönlichkeiten, die sich um das Land Baden-Württemberg verdient gemacht haben

Verdienstorden für W. Rudolf(Mannheim/bsk-um) Ein roter Teppich und Spalier stehende Personen in historischen Gewändern zeugten bereits von der Bedeutung des Ereignisses, das am Samstag im Mannheimer Schloss anstand: Dort verlieh Ministerpräsident Stefan Mappus den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg an 22 herausragende Persönlichkeiten, darunter der BSK-Landesvorsitzende Willi Rudolf (s. Foto).

Mappus ehrte Willi Rudolf in seiner Laudatio als Streiter für behindertenpolitische Ziele, der sich seit „über drei Jahrzehnten in Beruf und Ehrenamt für seine Mitbürgerinnen und Mitbürger einsetzt.“ Dann lies der Regierungschef wichtige Stationen in Willi Rudolfs Leben Revue passieren: Von Geburt an selbst körperlich behindert, gründete Rudolf 1982 die Firma LeoBa („Leben ohne Barrieren“), um Menschen mit Behinderung mit Hilfe maßgeschneiderter Liftsysteme eine selbstbestimmtes Leben in den eignen vier Wänden zu ermöglichen. Im Ehrenamt verfolgt er „seit über 20 Jahren seine behindertenpolitischen Ziele als Vorsitzender des Landesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. und als Stellvertretender Vorsitzender des Dachverbandes der Selbsthilfevereinigungen behinderter und chronisch kranker Menschen“.  Auch in zahlreichen Expertengremien sind seine Erfahrung und sein Rat gefragt. Drüber hinaus engagiert sich Willi Rudolf seit über 30 Jahren auch kommunalpolitisch, zum Beispiel als erster Behindertenbeauftragter des Landkreises Tübingen. Mappus verwies auch auf das kürzlich veröffentlichte Buch Willi Rudolfs mit dem Titel „Geht nicht, gibt’s nicht!“, in der Autor seine wechselhafte und spannende Lebensgeschichte verarbeitete.

Insgesamt bezeichnete der Ministerpräsident die Geehrten, darunter der luxemburgische Premieminister Jean-Claude Juncker und der Schriftsteller Peter Härtling, als Vorbilder, die „Spuren hinterlassen haben“ Und: „Wer Verantwortung für andere übernimmt, ist der beste Diener der Demokratie.“