(bsk-um) Ein wichtiges Zeichen setzte der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) am 2. Mai in Krautheim mit dem Spatenstich für ein neues Gebäude des Eduard-Knoll-Wohnzentrums (EKWZ). Unter dem Stichwort „Betreutes Wohnen“ werden dort in etwa einjähriger Bauzeit 12 behindertengerechte Wohnungen entstehen.
Zum Spatenstich fanden sich auch Vertreter der Institutionen ein, die den Bau unterstützen: Helmut Augustin und Werner Löffler von der Sparkasse Neckartal-Odenwald, das Ehepaar Zipperle von der Stiftung Würth sowie der stellvertretende Krautheimer Bürgermeister Roland Rüdinger. Auch Helmut Fleig und Andreas Brandenburger vom BSK-Vorstand waren vor Ort
Mit dem Neubau sollen „die künftigen Bewohner an ein selbstbestimmtes und selbstorganisiertes Leben herangeführt werden“, wie EKWZ-Geschäftsführer Norman Weyrosta erklärte. Das betreute Wohnen sei „sozusagen das Bindeglied zwischen Heim und völlig selbständigem Wohnen und ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit im Sinne der Eingliederungshilfe.“
Der Neubau hat jedoch nicht nur lokale Bedeutung, sondern ist auch ein weiterer Schritt hin zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Sie garantiert Menschen mit Behinderung unter anderem, die freie Wahl der Wohnform und der Personen, mit denen sie zusammenleben möchten. Ganz im Sinne der Inklusion, die vorsieht, dass Menschen mit Behinderung nicht mehr ausgegrenzt werden, sondern in allen Belangen gleichberechtigt zusammen mit Nichtbehinderten leben können. Deutschland hat die UN-BRK unterzeichnet, allerdings muss sie noch von den Bundesländern umgesetzt werden, was bisher nur sehr schleppend geschieht.
Den eigentlichen Spatenstich nahmen nicht nur fünf zupackende Herren (siehe Foto) vor, sondern auch Klaus Lehmann, ein schwerbehinderter Bewohner des EKWZ: Er steuerte einen großen Bagger (siehe Foto) und schaufelte damit Erde aus dem Baugrund, unternahm somit symbolisch den erste Schritt für den Aushub.
Im Anschluss an den Spatenstich lud das EKWZ die Anwesenden zu einem kleinen Umtrunk und später zu zum traditionellen Maifest ein.
„Für den BSK und das EKWZ ist das Bauvorhaben ein richtiger und wichtiger Schritt“, erklärte Norman Weyrosta. Aber es bedeute auch einen finanziellen Kraftakt, da leider keine Förderung aus öffentlichen Mitteln zu erreichen gewesen sei. Deshalb bitten BSK und EKWZ um Spenden für dieses Projekt (Eduard Knoll Wohnzentrum, Spendenkonto, Aktion Pfennighilfe, Stichwort: Betreutes Wohnen, Knt.-Nr. 4086864, BLZ 67450048, Sparkasse Neckartal-Odenwald).
Foto 1 : Gemeinsamer Spatenstich von Norman Weyrosta (Geschäftsführer EKWZ), Ulf Schwarz (BSK-Geschäftstellenleiter), Michael Balbach, Roland Rüdinger (stellvertr. Bürgermeister Krautheim) und Helmut Augustin (Sparkasse Neckartal-Odenwald)
Foto 2: Klaus Lehmann, ein schwerbehinderter Bewohner des EKWZ, steuert den großen Bagger
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