(bsk/ph-pr) Auf dem Jahresempfang des Bundesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung, Hubert Hüppe, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention werde nun endlich im Juni vorgestellt. Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. war auf dem Empfang im Berliner Kleisthaus durch seinen Bundesvorsitzenden Gerwin Matysiak vertreten.
Merkel dankte zunächst allen anwesenden Vertretern der Verbände und Organisationen des Behindertensektors für ihre wichtige Arbeit zur Stärkung der Inklusion. Auch für die politische Seite sei es nun höchste Zeit die Rechte der Menschen mit Behinderung nochmals unter dem Menschenrechtsaspekt zu unterstreichen. Der dazu nötige Aktionsplan werde in Kürze in allen Fachressorts der Bundesregierung zur Diskussion gestellt, um eine möglichst umfassende Anwendbarkeit zu garantieren.
Die jetzigen Verhältnisse seien „absolut noch nicht ausreichend“, so die Kanzlerin. Es müsse ein noch stärkeres Bewusstsein in der Gesellschaft für das Thema Inklusion geschaffen werden. Zu viele könnten noch immer nichts oder nur wenig mit diesem Begriff anfangen. In diesem Zusammenhang dankte Merkel dem Bundesbeauftragten Hüppe ausdrücklich für seine „nachhaltig bohrende“ Haltung, wenn es um die Belange der Menschen mit Behinderung geht. Nur mit einer auch bisweilen unbequemen Art könne man auf Missstände aufmerksam machen und diese beseitigen. Die Kanzlerin versprach sich bei einem weiteren Besuch beim Beauftragten gerne über die Ergebnisse zu informieren.
Hüppe blickte in einer kurzen Ansprache zurück auf das vergangene Jahr und zeigte sich stolz über das Geleistete. Er selbst hätte es zu Beginn seiner Amtszeit nicht für möglich gehalten, dass eine so große Fülle von Veranstaltungen und Diskussionen zum Thema Inklusion überhaupt umsetzbar sei. Hüppe zeigte sich sehr erfreut, dass das Handbuch zur UN-Behindertenrechtskonvention, welches für die Abgeordneten des Deutschen Bundestags erstellt worden sei, von diesen rege nachgefragt werde. Dies zeige, dass das Thema Behinderte und Inklusion dort sehr wohl auf der Agenda stehe. Auch wenn schon einiges erreicht worden sei, stehe er weiter noch vor großen Aufgaben.
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