BSK-Gremien in Duderstadt

1. Sieger
Barrierefreies Ehrenamt
powered by
barrierefrei.de

BSK-Gremien in Duderstadt

BSK-Gremien: UN-Konvention und Mitgliedergewinnung thematisiert

BSK-Landesvorsitzende und -Landesvertretungen trafen sich in Duderstadt

duderstadt_2011

(LSKS/mbg/bsk-um) Vom 8. bis 10. April 2011 fand im Jugendgästehaus in Duderstadt die diesjährige Zusammenkunft der Vorsitzenden der BSK-Landesverbände und der Leiter der BSK-Landesvertretungen mit dem Vorstand des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) statt.
Im Mittelpunkt der Beratung standen eine Bestandsaufnahme der Mitgliederentwicklung in den zurückliegenden Jahren, die Diskussion und Erarbeitung von Schlussfolgerungen, wie der BSK die Aufgabe als Vertreter körperbehinderter Menschen bundesweit, in den Ländern und Regionen zielgerichteter wahrnehmen kann.


Ausgangspunkt war u.a. die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die u.a. an den BSK, seine Teilstrukturen und Mitglieder in den Bereichen
* barrierefreie Mobilität
* Interessenvertretung körperbehinderter Menschen
* uneingeschränkte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft
* Sicherung einer behindertengerechten Sozial- und Gesundheitspolitik
* Bildung, Ausbildung und Arbeit
* Selbsthilfe und bürgerschaftliches Engagement
neue und höhere Anforderungen stellt.
Einigkeit herrschte darüber, dass der BSK diese Verantwortung nur wahrnehmen kann, wenn er seine Mitglieder zur konstruktiven Mitwirkung an der Umsetzung der UN-Konvention insbesondere in den Regionen mobilisiert und sich durch die Gewinnung neuer, vor allem jüngerer Körperbehinderter verstärkt.
Dazu wurden u.a. Erfahrungen aus Rheinland-Pfalz ausgewertet.
Besprochen wurden auch Empfehlungen an den Vorstand, wie der BSK öffentlichkeitswirksamer auftreten kann.
Das soll zum Beispiel durch verstärkte Medienkontakte, durch die Erweiterung der Internetpräsenz, u.a. durch länderbezogene Angebote wie gegenwärtig in Sachsen, erfolgen.
Angeregt wurden auch übergreifende Aktionen, die das vielschichtiges Wirken, die Ziele und Forderungen des BSK noch besser in die Öffentlichkeit tragen und in die Überlegungen in Politik und Verwaltung einbringen.
Der Bundesverband und die Landesstrukturen werden gemeinsam einen Werbespot finanzieren, der auf die Leistungen des BSK für körperbehinderte Menschen aufmerksam macht.
Er wird auch den Bereichen zur Unterstützung ihrer Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung stehen.
Im Zusammenhang mit der UN-Konvention wurde zugleich gefordert, aktiv an der erforderlichen Neufassung der Rahmenbauordnung des Bundes und der Länderbauordnungen mitzuwirken.
Bisher dort enthaltene Ausnahmeregelungen beim barrierefreien Bauen sind nach Auffassung des BSK deutlich einzuengen bzw. abzuschaffen.
Im Rahmen eines zusätzlich in die Bauordnungen einzuordnenden bautechnischen Nachweises soll die Barrierefreiheit deutlicher in den Mittelpunkt gestellt werden.
Dazu wird der Bundesverband längerfristig eine bundesweite Aktion seiner Untergliederungen vorbereiten.
Die Vertreter der Landesverbände und die Landesvertretungen des BSK sprachen sich mehrheitlich dafür aus, bei der Mitwirkung an der in Erarbeitung befindlichen DIN 18070 die "Nullbarriere" bei Straßenübergängen/Bordabsenkungen zu fordern.
Dabei wurde auch an die zunehmende Anzahl älterer Bürger gedacht, die einen Rollator nutzen.
Zu Forderung des schwellenlosen Überganges sind Abstimmungen mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband zu führen.
Erläutert wurde die neue Zuschussrichtlinie des BSK, die stärker als bisher auf die Unterstützung von Projekten und konkreten Vorhaben orientiert.
Sie soll u.a. sichern, dass für die Spender und Sponsoren des BSK deutlicher sichtbar wird, wofür die von ihnen zur Verfügung gestellten Mittel eingesetzt werden.
Vorgeschlagen wurde, die Folgeberatung im Jahre 2012 in gleicher Zusammensetzung durchzuführen, die Tagesordnung zu optimieren und den Teilnehmern zu den einzelnen Tagesordnungspunkten mit der Einladung inhaltliches Vorbereitungsmaterial zu übergeben.